Der Koran, die Bibel und die Naturwissenschaft


Der König sprach zum Prediger: "Halte sie dumm, ich halte sie arm."

Wer den Koran liest wird feststellen, dass sich der Koran  gar nicht so stark von den Aussagen des Alten Testaments unterscheidet. Aber auch zum Neuen Testament gibt es einige Parallelen. In dieser Darstellung sind Zitate aus dem Koran und der Bibel den Aussagen der Naturwissenschaft gegenübergestellt.

Ich überlasse es den Exegeten der Buchreligionen, wie sie die Bibel und den Koran deuten. Und ich bin sicher, dass es für jedes der hier genannten Zitate eine Interpretation gibt, die den gläubigen Leser zufrieden stellt.  Würde man allerdings einen Vertragstext in der Weise auslegen, wie manche Exegeten ihre Glaubensgrundlage auslegen, so würde diese Auslegung von keinem Gericht anerkannt. Die Art und Weise wie hier Fundamentalisten argumentieren, wird in dem Kapitel "Aus der Trickkiste der Vertreter des Glaubens" unter dem Link Bibelkritik geschildert, ein Kapitel mit einem etwas missverständlichem Titel. Das Kapitel stellt nicht die Seriosität der Gläubigen in Frage, sondern zeigt nur auf, wie durch eine entsprechende Interpretation / symbolische Umdeutung / Übersetzung . . . jede Behauptung in einem religiösen Gedankengebäude gerechtfertigt werden kann. Wenn aber der komplette Inhalt dieser Bücher, die sich gegenseitig widersprechen, zur Wahrheit erklärt wird, dann stellt sich die Frage nach der Seriosität der Argumentation.

Als Fundamentalisten bezeichne ich jene, die behaupten die Bibel / der Koran / . . . ist wahr! Dieses Buch wird allerdings von vielen falsch verstanden! In diesem Fall sind nämlich nicht mehr die von der Naturwissenschaft und Philosophie entwickelten Wahrheitskriterien das Fundament, sondern ein Buch, das nur noch "richtig" interpretiert werden muss, im Grunde genommen aber gar nicht zur Diskussion steht.


12 Jusuf 4

(Damals) als Joseph zu seinem Vater sagte: "Vater! Ich habe (im Traum) elf Sterne und die Sonne und den Mond gesehen. Ich sah sie (voller Ehrfurcht) vor mir niederfallen."

55 Ar-Rahmaan 6

Und die Sterne und Bäume fallen (in Anbetung vor ihm) nieder.

 

1. Mose (Genesis) 37, 9

Er (Josef) hatte noch einen anderen Traum. Er erzählte ihn seinen Brüdern und sagte: Ich träumte noch einmal: Die Sonne, der Mond und elf Sterne verneigten sich tief vor mir.


Die Naturwissenschaft lehrt: Sowohl die Sonne als auch der Mond haben die Gestalt einer Kugel. Es sind keine Lichtgestalten der Geisterwelt, die sich vor einem Menschen oder vor Gott verneigen.

Hier mag man der Ansicht sein, dass dies die christlichen Kirchen heute auch nicht mehr lehren. Bis weit ins 19. Jahrhundert war dies jedoch die gängige Lehrmeinung der katholischen Kirche und Galilei wurde erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts von Papst Johannes-Paul II. rehabilitiert.

Deckenfresko in St. Ludwig München, entstanden 1838/39

Ausschnitt aus einem Deckenfresko in St. Ludwig München, entstanden 1838/39. In der Darstellung sind Engel zu sehen, die die Gestirne festhalten, so wie dies die Bibel beschreibt. Die Autoren der Bibel gehen noch davon aus, dass alles, was sich bewegt, von irgend jemand bewegt wird (personifizierte Naturgewalten statt Energieinhalt der Materie und aus den Eigenschaften der Materie und des Raumes abgeleitete  Naturgesetze). Siehe auch   Gottesbild und Weltbild im alten Israel. Siehe auch Das Weltbild des Jesus von Nazareth.
 

 

13 Ar-Ra'd 2

Allah ist es, der die Himmel, ohne daß ihr (irgendwelche) Stützen sehen würdet, emporgehoben und sich daraufhin auf dem Thron zurechtgesetzt hat (um die Welt zu regieren). Und er hat die Sonne und den Mond in den Dienst (der Menschen) gestellt - jedes (der beiden Gestirne) läuft (seine Bahn) auf eine bestimmte Frist. Er dirigiert (von seinem Thron aus?) den Logos (amr). Er setzt die Zeichen auseinander. Vielleicht würdet ihr euch davon überzeugen lassen, daß ihr (dereinst) eurem Herrn begegnen werdet.

31 Luqmaan  10

Er hat (hoch oben) die Himmel geschaffen, ohne daß ihr (irgendwelche) Stützen sehen würdet. Und er hat auf der Erde feststehende (Berge) angebracht, damit sie mit euch nicht ins Schwanken komme, und auf ihr allerlei Getier sich ausbreiten lassen. Und wir haben vom Himmel Wasser herabkommen lassen und auf ihr allerlei herrliche Arten (von Pflanzen und Früchten) wachsen lassen.

1. Mose (Genesis) 1, 6-8

Dann sprach Gott: Ein Gewölbe entstehe mitten im Wasser und scheide Wasser von Wasser. Gott machte also das Gewölbe und schied das Wasser unterhalb des Gewölbes vom Wasser oberhalb des Gewölbes. So geschah es, und Gott nannte das Gewölbe Himmel. Es wurde Abend, und es wurde Morgen: zweiter Tag.


Nach dem Weltbild seiner Zeit stellt sich der Verfasser des Buches Genesis das Firmament und die Erdscheibe als eine Halbkugel aus festem Material vor, die das Chaoswasser so teilt, dass über ihr und unter ihr Wasser ist, wobei das Wasser oberhalb des Firmaments durch Öffnungen im Firmament als Regen herabströmt.

Heute weiß man, dass die Lufthülle und das einfallende Licht diese optische Täuschung eines Himmelsgewölbes verursachen.

 

14 Ibrahim 33

desgleichen die Sonne und den Mond (die beide) voller Eifer (ihre Bahn durchlaufen)(?), und den Tag und die Nacht.

 

36 Ya-Sien 40

Und weder steht es der Sonne an, den Mond einzuholen, noch kommt die Nacht dem Tag zuvor. Alle (Gestirne) schweben an einem Himmelsgewölbe (falak).

Richter 5,20

Vom Himmel her kämpften die Sterne, von ihren Bahnen aus kämpften sie gegen Sisera.

Markus 13,25-29 (Jesus-Zitat)

. . .die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommen sehen. Und er wird die Engel aussenden und die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels.
Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum! (Jesaja 34,4) Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, wißt ihr, daß der Sommer nahe ist. Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr (all) das geschehen seht, daß das Ende vor der Tür steht.

Offenbarung 6,13 (Jesaja 34,4)
Die Sterne des Himmels fielen herab auf die Erde, wie wenn ein Feigenbaum seine Früchte abwirft, wenn ein heftiger Sturm ihn schüttelt.


Sonne Mond und Sterne sind nichts anderes als große Kugeln im Weltraum. Sterne sind, abgesehen von den Planeten, um ein vielfaches größer als die Erde und extrem heiß. Sie können daher nicht auf die Erde fallen, schon gar nicht alle auf einmal. Lt. dem Schöpfungsbericht sind es aber nur an den Himmel geheftete oder von Engeln gehaltene kleine Leuchtkugeln, die keinen Schaden anrichten, wenn sie auf die Erde fallen. Daher der Vergleich mit den Feigen bei Jesaja und in der Offenbarung. Jesus bezieht sich auf Jesaja.

 

18 Al-Kahf 86

Als er schließlich an den Ort gelangte, an dem die Sonne untergeht, fand er, daß sie in einer verschlammten Quelle untergeht. Und er fand bei ihr ein Volk vor. Wir sagten: "Du mit den zwei Hörnern! Entweder nimmst du eine Bestrafung vor, oder du läßt unter ihnen Güte walten (tattakhiza fiehim husnan)."

18 Al-Kahf 90

Als er schließlich an den Ort gelangte, an dem die Sonne aufgeht, fand er, daß sie über Leuten aufgeht, denen wir keinen Schutz (sitr) vor ihr geschaffen haben.

Psalm 19,5

Doch ihre Botschaft geht in die ganze Welt hinaus, ihre Kunde bis zu den Enden der Erde. Dort hat er der Sonne ein Zelt gebaut.


Der Hitze der Sonne würde weder ein Zelt noch eine Quelle standhalten. Die Größenverhältnisse zwischen Sonne und Erde sind von den Autoren der Bibel und des Korans völlig falsch eingeschätzt worden.

 

 

 

22 Al-Hadsch 18

Hast du denn nicht gesehen, daß sich vor Allah (alle in Anbetung) niederwerfen, die im Himmel, und die auf der Erde sind, desgleichen die Sonne, der Mond und die Sterne, die Berge, die Bäume, die Tiere (dawaabb) und viele von den Menschen? Aber an vielen geht die (Androhung der) Strafe in Erfüllung. Wenn Allah jemand erniedrigt, gibt es niemand, der ihm Ehre erweisen würde. Allah tut, was er will.

Psalm 148,2-5

Lobt ihn, all seine Engel, lobt ihn, all seine Scharen; lobt ihn, Sonne und Mond, lobt ihn, all ihr leuchtenden Sterne; lobt ihn, alle Himmel und ihr Wasser über dem Himmel! Loben sollen sie den Namen des Herrn; denn er gebot, und sie waren erschaffen.

Offenbarung 7:1

Danach sah ich vier Engel an den vier Ecken der Erde stehen und die vier Winde (Winddämonen) festhalten, damit kein Wind über die Erde wehe oder über das Meer oder über irgendeinen Baum.


Eine animistische Weltsicht. Um jemand loben und anbeten zu können muss man über ein Denkvermögen verfügen. Dazu ist jedoch nur ein Lebewesen mit einem Gehirn in der Lage. Wer meint, den Text der Offenbarung deuten zu müssen, dem sei gesagt, dass der Text Offenbarung heißt. Es ist also kein verschlüsselten Text.

 

39 Az-Zumar 5

Er hat Himmel und Erde wirklich (und wahrhaftig) geschaffen. Er deckt die Nacht über den Tag und (umgekehrt) den Tag über die Nacht. Und er hat die Sonne und den Mond in den Dienst (der Menschen) gestellt - jedes (der beiden Gestirne) läuft (seine Bahn) auf eine bestimmte Frist. Ja, er ist der, der mächtig ist und (immer) bereit zu vergeben.

Wie bei einem Bett wird tagsüber die leuchtend blaue Decke über das Himmelsgewölbe gezogen und nachts die schwarze Nachtdecke. Eine Vorstellung die dem antiken, längst überholten Weltbild entspricht.

 

71 Nuh 16

und (wie er) den Mond als ein Licht (der Nacht) und die Sonne als eine Leuchte (des Tages) daran angebracht hat?

 

1. Mose (Genesis) 1,14

Dann sprach Gott: Lichter sollen am Himmelsgewölbe sein, um Tag und Nacht zu scheiden. Sie sollen Zeichen sein und zur Bestimmung von Festzeiten, von Tagen und Jahren dienen; (Ps 136,7-9) sie sollen Lichter am Himmelsgewölbe sein, die über die Erde hin leuchten. So geschah es.Gott machte die beiden großen Lichter, das größere, das über den Tag herrscht, das kleinere, das über die Nacht herrscht, auch die Sterne. Gott setzte die Lichter an das Himmelsgewölbe, damit sie über die Erde hin leuchten, über Tag und Nacht herrschen und das Licht von der Finsternis scheiden. Gott sah, daß es gut war. Es wurde Abend, und es wurde Morgen: vierter Tag.


In der Bibel schafft Gott das Licht vor den Lichtquellen (1. Mose 1,3). Hier werden physikalische Zusammenhänge nicht erkannt. Die Sonne ist auch keine kleine Lampe, sondern um ein vielfaches größer als die Erde. Der Mond leuchtet nicht selbst, sondern er reflektiert nur das Sonnenlicht.

 

37 As-Saffaat 6

Wir haben den unteren Himmel mit dem Schmuck der Sterne versehen.

2 Al-Baqara 29

Er ist es, der euch alles, was auf der Erde ist, geschaffen und sich hierauf zum Himmel aufgerichtet und ihn zu sieben Himmeln geformt hat. Er weiß über alles Bescheid.

Johannes 14,2

Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?

2. Korinther 5,1

Wir wissen: Wenn unser irdisches Zelt abgebrochen wird, dann haben wir eine Wohnung von Gott, ein nicht von Menschenhand errichtetes ewiges Haus im Himmel.

2. Korinther 12,2

Ich kenne jemand, einen Diener Christi, der vor vierzehn Jahren bis in den dritten Himmel entrückt wurde; ich weiß allerdings nicht, ob es mit dem Leib oder ohne den Leib geschah, nur Gott weiß es.


Sowohl der Koran als auch die Bibel gehen von einem Himmelsgebäude mit mehreren Himmeln aus. Die Astronomie kennt nur einen Himmel.

 

81 At-Takwier 1-14

Wenn (dereinst) die Sonne (von Dunkelheit) eingehüllt wird, die Sterne ihren Glanz verlieren und die Berge sich (von der Stelle) bewegen; wenn die Kamelstuten, die (bereits) im zehnten Monat trächtig sind, (in der Wartung) vernachlässigt, die wilden Tiere (alle an einen Ort) versammelt, die Meere (bis zum Überlaufen) gefüllt (? sudschirat) und die Seelen (wieder mit ihren Leibern?) gepaart (zuwwidschat) werden; wenn das Mädchen, das (nach der Geburt) verscharrt worden ist, gefragt wird, wegen was für einer Schuld man es umgebracht hat; wenn die Blätter (mit dem Verzeichnis der menschlichen Handlungen) ausgebreitet werden, der Himmel weggezogen (? kuschitat), der Höllenbrand (in Erwartung der Sünder) angefacht und das Paradies (an die Gottesfürchtigen) nahe herangebracht wird, - (wenn all dies geschieht) bekommt einer zu wissen, was er (an Taten zur Abrechnung) beigebracht hat.

77 Al-Mursalaat 8

Wenn dann die Sterne zum Erlöschen gebracht werden (tumisat),

82 Al-Infitar 1-5

Wenn (dereinst) der Himmel sich spaltet, die Sterne (ihren Standort aufgeben und) sich (nach allen Richtungen) zerstreuen, die Meere über die Ufer treten(?) und die Gräber ausgeräumt werden, bekommt einer zu wissen, was er früher (an guten Werken?) getan, und was er versäumt hat.

56 Al-Waqi'a 75

Nein doch! Ich schwöre bei den Orten, an denen die Sterne (als Sternschnuppen?) herabfallen.

Markus 13:24-30 (Lukas 21:26)

Aber in jenen Tagen, nach der großen Not, wird sich die Sonne verfinstern, und der Mond wird nicht mehr scheinen; die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommen sehen. Und er wird die Engel aussenden und die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels. Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum! Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, wißt ihr, daß der Sommer nahe ist. Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr (all) das geschehen seht, daß das Ende vor der Tür steht. Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft.

Offenbarung 12,3 - 4

Ein anderes Zeichen erschien am Himmel: ein Drache, groß und feuerrot, mit sieben Köpfen und zehn Hörnern und mit sieben Diademen auf seinen Köpfen. Sein Schwanz fegte ein Drittel der Sterne vom Himmel und warf sie auf die Erde herab.


Wenn die Sonne in eine kosmische Staubwolke fliegen würde (in Dunkelheit gehüllt würde), so würde es auf der Erde zu einer Eiszeit kommen. Die Staubwolke würde mit der Zeit in den Sog der Sonne und der Planeten geraten.

Die Sterne werden wohl nicht vom Himmel fallen. Möglich ist natürlich, dass irgendwann in ferner Zukunft die Erde in den Sog eines Sterns oder eines schwarzen Lochs gerät, möglich ist auch, dass ein Meteorit die Erde trifft.

 

2 Al-Baqara 20

(Dienet ihm), der euch die Erde zu einem Teppich und den Himmel zu einem Bau gemacht hat, und der vom Himmel Wasser herabkommen ließ und dadurch, euch zum Unterhalt, Früchte hervorbrachte. Darum behauptet nicht, daß Allah (andere Götter) seinesgleichen (neben sich) habe, wo ihr doch wißt (daß er allein alles geschaffen hat)!

2 Al-Baqara 60

(Dienet ihm), der euch die Erde zu einem Teppich und den Himmel zu einem Bau gemacht hat, und der vom Himmel Wasser herabkommen ließ und dadurch, euch zum Unterhalt, Früchte hervorbrachte. Darum behauptet nicht, daß Allah (andere Götter) seinesgleichen (neben sich) habe, wo ihr doch wißt (daß er allein alles geschaffen hat)!

(Anmerkung: Dass Verse im Koran an anderer Stelle in ähnlicher Form wiederholt werden, ist keine Seltenheit.)

54 Al-Qamar 11

Da öffneten wir die Tore des Himmels, daß das Wasser (nur so) strömte,

Jeremia 10:13 (Jer 51,16)
Bei seiner Stimme gibt es durch ihn ein Getöse von Wassern in den Himmeln, er lässt Dämpfe aufsteigen vom äußersten Ende der Erde. Er hat sogar Schleusen für den Regen gemacht, und er bringt den Wind aus seinen Vorratshäusern hervor


Nach antiker Vorstellung läuft das Wasser über Himmels-Schleusen gesteuert auf die - abgesehen von Bergen - ebene Erde. Heute weiß man dass in den Wolken das Wasser kondensiert und so die Wolken abregnen.

 

13 Ar-Ra'd 13

Und der Donner lobpreist ihn (yusabbihu bi-hamdihie), und (desgleichen) die Engel, aus Furcht vor ihm. Er schickt die (Blitze und) Donnerschläge (sawaa`iq) und trifft damit, wen er will. Dabei streiten sie über Allah, wo er (sich doch so gewaltig zeigt und) voller Tücke ist (wa-huwa schadiedu l-mihaali).

Offenbarung 10,1-4

Und ich sah: Ein anderer gewaltiger Engel kam aus dem Himmel herab; er war von einer Wolke umhüllt, und der Regenbogen stand über seinem Haupt. Sein Gesicht war wie die Sonne, und seine Beine waren wie Feuersäulen. In der Hand hielt er ein kleines, aufgeschlagenes Buch. Er setzte seinen rechten Fuß auf das Meer, den linken auf das Land und rief laut, so wie ein Löwe brüllt. Nachdem er gerufen hatte, erhoben die sieben Donner ihre Stimme. Als die sieben Donner gesprochen hatten, wollte ich es aufschreiben. Da hörte ich eine Stimme vom Himmel her rufen: Halte geheim, was die sieben Donner gesprochen haben; schreib es nicht auf!


Ein Blitz ist eine elektrische Entladung einer Gewitterwolke. Die meisten Blitze gehen von Gewitterwolke zu Gewitterwolke. Gefährlich wird es, wenn sich die Gewitterwolke an der Erdoberfläche entlädt. Das Gefährliche ist der Blitz nicht der Donner. Der Donner ist nur die Schallwelle, die durch die plötzliche Erhitzung der Luft durch die elektrische Entladung auftritt.

 

81 At-Takwier 15-18

Nein doch! Ich schwöre bei den rückläufigen (Planeten) (? bil-Khunnas), die (am Himmelsgewölbe) dahinziehen und (immer wieder) ihr Versteck aufsuchen (und unsichtbar werden) (? al-kunnasi), bei der Nacht, wenn sie hereinbricht(?), und beim Morgen, wenn er heraufzieht!

Psalm 147,4
Er bestimmt die Zahl der Sterne und ruft sie alle mit Namen.

Ijob 38,32
Führst du heraus des Tierkreises Sterne zur richtigen Zeit, lenkst du die Löwin samt ihren Jungen?

Ijob 9,7
Er spricht zur Sonne, so daß sie nicht strahlt, er versiegelt die Sterne.


Seit Kopernikus, Galilei und Kepler weiß man, dass die Planeten sich um die Sonne drehen und zwar alle in der gleichen Richtung. Man geht deshalb davon aus, dass sie sich alle aus der gleichen um die Sonne rotierenden Gaswolke gebildet haben. Die Planeten bewegen sich in erster Näherung alle auf elliptischen Bahnen um die Sonne. In erster Näherung deshalb weil Kepler nicht Gravitationseinflüsse der Planeten untereinander berücksichtigen konnte. Seine Messgeräte waren dazu zu ungenau. Die Keplerschen Regeln für die Bewegung von Planeten ergeben sich aus den Beobachtungsdaten Keplers, sie lassen sich aber auch aus Newtons Gravitationsgesetz herleiten. Sie gelten auch für die Bewegung von Satelliten und anderen antriebslosen Himmelskörpern (Kometen, Asteroiden).

Was die Eigenrotation und den Rotationswinkel der Planeten anbetrifft, von dem die jeweilige Tageslänge abhängt, so drehen sich die meisten Planeten in  Richtung ihrer Umlaufbahn um die Sonne.  Nur die Venus rotiert entgegengesetzt ihrer Drehrichtung um die Sonne. Die Drehachse des Uranus ist fast 90 Grad geneigt, so dass er sozusagen auf seiner Umlaufbahn um die Sonne "rollt".

Die scheinbar rückläufige Bewegung ergibt sich aus der Perspektive des irdischen Beobachters wegen der unterschiedlichen Umlaufzeiten auf den elliptischen Bahnen.

Die Planeten werden nicht abgedeckt und müssen sich auch nicht verstecken. Da sie im wesentlichen nur das Licht der Sonne reflektieren, können wir sie nur sehen, wenn sie dieses Licht Richtung Erde reflektieren. Sehen können wir sie aber trotzdem nur dann wenn die Intensität dieses Lichts größer ist als die anderer Beleuchtungsquellen (Sonnenlicht, durch Wolken reflektiertes Licht bei Morgenröte oder Abendrot).

Im geozentrischen Ptolemäischen Weltbild, das möglicherweise auch Mohammed kannte, wurden die Bewegungen der Planeten als Cycloiden beschrieben.

 

2 Al-Baqara 74

Hierauf, nachdem das (alles) geschehen war, verhärteten sich eure Herzen, so daß sie (schließlich) wie Steine waren, oder noch härter. (Denn) unter den Steinen gibt es welche, aus denen Bäche hevorbrechen, und andere, die sich spalten, worauf Wasser aus ihnen herauskommt, und wieder andere, die aus Furcht vor Allah (von den Berghängen?) herunterkommen. Allah gibt sehr wohl acht auf das, was ihr tut.

Eine originelle Erklärung zu Quellen an Berghängen und zum Steinschlag.

Steinschlag entsteht - dies weiß man heute - durch Witterungseinflüsse (Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, Frost, Wasser) und nicht aus Ehrfurcht der Steine vor Gott. Die Quellen an Berghängen sind auf das im Berg gespeicherte Regenwasser zurückzuführen.

 

54 Al-Qamar 12

und ließen (überall) auf der Erde Quellen hervorsprudeln. Und das Wasser (von oben und von unten) vereinigte sich auf Grund einer (unabänderlichen) Entscheidung, die getroffen worden war (`alaa amrin qad qudira) (zu einer großen Flut).

69 Al-Haaqa 11

Als das Wasser unbändig würde (taghaa) (und alles überschwemmte), verluden wir euch auf das Fahrzeug (der Arche),

11 Hud 44

Und es wurde gesagt: "Erde, verschlinge dein Wasser! Himmel, halt ein (mit Regnen)!" Und das Wasser nahm ab und die Angelegenheit war erledigt (qudiya l-amru). Und das Schiff saß auf (dem Berg) al-Dschuudei auf. Und es wurde gesagt: "Fluch über das Volk, der Frevler!"

1. Mose (Genesis) 7, 10-11

Als die sieben Tage vorbei waren, kam das Wasser der Flut über die Erde, im sechshundertsten Lebensjahr Noachs, am siebzehnten Tag des zweiten Monats. An diesem Tag brachen alle Quellen der gewaltigen Urflut auf, und die Schleusen des Himmels öffneten sich.
 

1. Mose (Genesis) 8,1-22

Da dachte Gott an Noach und an alle Tiere und an alles Vieh, das bei ihm in der Arche war. Gott ließ einen Wind über die Erde wehen, und das Wasser sank. Die Quellen der Urflut und die Schleusen des Himmels schlossen sich; der Regen vom Himmel ließ nach, und das Wasser verlief sich allmählich von der Erde. So nahm das Wasser nach hundertfünfzig Tagen ab. Am siebzehnten Tag des siebten Monats setzte die Arche im Gebirge Ararat auf. Das Wasser nahm immer mehr ab, bis zum zehnten Monat. Am ersten Tag des zehnten Monats wurden die Berggipfel sichtbar. Nach vierzig Tagen öffnete Noach das Fenster der Arche, das er gemacht hatte, und ließ einen Raben hinaus. Der flog aus und ein, bis das Wasser auf der Erde vertrocknet war. Dann ließ er eine Taube hinaus, um zu sehen, ob das Wasser auf der Erde abgenommen habe. Die Taube fand keinen Halt für ihre Füße und kehrte zu ihm in die Arche zurück, weil über der ganzen Erde noch Wasser stand. Er streckte seine Hand aus und nahm die Taube wieder zu sich in die Arche. Dann wartete er noch weitere sieben Tage und ließ wieder die Taube aus der Arche. Gegen Abend kam die Taube zu ihm zurück, und siehe da: In ihrem Schnabel hatte sie einen frischen Olivenzweig. Jetzt wußte Noach, daß nur noch wenig Wasser auf der Erde stand. Er wartete weitere sieben Tage und ließ die Taube noch einmal hinaus. Nun kehrte sie nicht mehr zu ihm zurück. Im sechshundertersten Jahr Noachs, am ersten Tag des ersten Monats, hatte sich das Wasser verlaufen. Da entfernte Noach das Verdeck der Arche, blickte hinaus, und siehe: Die Erdoberfläche war trocken. Am siebenundzwanzigsten Tag des zweiten Monats war die Erde trocken. Da sprach Gott zu Noach: Komm heraus aus der Arche, du, deine Frau, deine Söhne und die Frauen deiner Söhne! Bring mit dir alle Tiere heraus, alle Wesen aus Fleisch, die Vögel, das Vieh und alle Kriechtiere, die sich auf der Erde regen. Auf der Erde soll es von ihnen wimmeln; sie sollen fruchtbar sein und sich auf der Erde vermehren. Da kam Noach heraus, er, seine Söhne, seine Frau und die Frauen seiner Söhne. Auch alle Tiere kamen, nach Gattungen geordnet, aus der Arche, die Kriechtiere, die Vögel, alles, was sich auf der Erde regt. Dann baute Noach dem Herrn einen Altar, nahm von allen reinen Tieren und von allen reinen Vögeln und brachte auf dem Altar Brandopfer dar. Der Herr roch den beruhigenden Duft, und der Herr sprach bei sich: Ich will die Erde wegen des Menschen nicht noch einmal verfluchen; denn das Trachten des Menschen ist böse von Jugend an. Ich will künftig nicht mehr alles Lebendige vernichten, wie ich es getan habe. So lange die Erde besteht, sollen nicht aufhören Aussaat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.


Der Koran erzählt die Sintflut-Sage ein wenig anders. Die Hauptfigur ist wie in der Bibel Noach, aber der Berg, der hier genannt wird ist ein anderer. Im Koran verflucht Gott die Frevler nach der Sintflut, während er in der Bibel künftig nicht mehr alles Lebendige verfluchen will. Eine Bibelstelle, die im Widerspruch zur Offenbarung des Johannes steht, aber auch zu apokalyptischen Vorstellungen bei den Propheten. Zur Diskussion der Sintflut siehe Link Bibelkritik und dort die weiteren Links unter dem Kapitel zur Sintflut.

 

32 As-Sadschda 5

Er dirigiert den Logos (amr) vom Himmel zur Erde. Hierauf steigt er (wieder) zu ihm auf. (Das vollzieht sich alles) in einem Tag, dessen Ausmaß nach eurer Berechnung tausend Jahre sind.

70 Al-Ma'aaridsch 4

Die Engel und der Geist steigen (auf der Himmelsleiter) zu ihm auf in einem Tag, dessen Ausmaß (nach menschlicher Berechnung) fünfzigtausend Jahre sind. -

2. Petrus 3,8
Das eine aber, liebe Brüder, dürft ihr nicht übersehen: daß beim Herrn ein Tag wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag sind.
(Psalm 90,4)

1. Mose (Genesis) 28,12

Da hatte er (Jakob) einen Traum: Er sah eine Treppe, die auf der Erde stand und bis zum Himmel reichte. Auf ihr stiegen Engel Gottes auf und nieder.


Beim Koran werden mal tausend und mal fünfzigtausend Jahre als Maß für den Gottestag genannt. Widerspricht sich hier der Koran? Der Unterschied zwischen menschlichem Tag und Gottestag wird in der Bibel erst in späterer Zeit gemacht. In der Schöpfungsgeschichte legt Gott die Länge des Tages nach dem Lauf der Sonne fest. Von einem Beobachtungsposten außerhalb der Erde betrachtet, geht die Sonne nicht unter. Sie scheint so lange sie existiert und das mit Sicherheit schon seit mehr als einer Milliarde Jahren.

 

21 Al-Anbiya 30

Haben denn diejenigen, die ungläubig sind, nicht gesehen, daß Himmel und Erde eine zusammenhängende Masse (ratq) waren, worauf wir sie getrennt und alles, was lebendig ist, aus Wasser gemacht haben? Wollen sie denn nicht glauben?

25 Al-Furqaan 54

Und er ist es, der aus Wasser einen Menschen (baschar) geschaffen und ihn (weiter) zu (einer Gemeinschaft von) Bluts- und angeheirateten Verwandten hat werden lassen. Dein Herr hat (zu allem) die Macht.

24 An-Nur 45

Und er hat jede Art von Getier aus Wasser geschaffen. Die einen davon bewegen sich auf ihrem Bauch, andere auf zwei, (wieder) andere auf vier Beinen. Allah schafft, was er will, und hat zu allem die Macht.

86 Al-Tariq 6

Er ist aus hervorquellendem Wasser geschaffen,

77 Al-Mursalaat 20

Haben wir euch nicht aus verächtlichem Wasser geschaffen?

 

3 Aal-'Imraan 59

Jesus ist (was seine Erschaffung angeht) vor Allah gleich wie Adam. Den schuf er aus Erde. Hierauf sagte er zu ihm nur: sei!, da war er.

22 Al-Hadsch 5

Ihr Menschen! Wenn ihr wegen der Auferweckung (der Toten) im Zweifel seid (so bedenket): Wir haben euch (ursprünglich) aus Erde geschaffen, hierauf aus einem Tropfen (Sperma), hierauf aus einem Embryo, hierauf aus einem Fötus, wohlgestaltet oder auch ungestaltet, um euch Klarheit zu geben. Und wir lassen, was wir wollen, bis zu einer bestimmten Frist (im Mutterleib) verweilen. Hierauf lassen wir euch als Kind (aus dem Mutterleib) herauskommen. Hierauf sollt ihr (heranwachsen und) mannbar werden. Und der eine von euch wird (frühzeitig) abberufen, ein anderer erreicht das erbärmlichste Greisenalter, so daß er, nachdem er (vorher) Wissen gehabt hat, nichts (mehr) weiß. Und du siehst, daß die Erde erstarrt ist (und kein Leben mehr zeigt). Wenn wir dann Wasser (vom Himmel) auf sie herabkommen lassen, gerät sie (mit ihrer Vegetation) in Bewegung, treibt und läßt allerlei herrliche Arten (von Pflanzen und Früchten) wachsen.

1. Mose (Genesis) 2,7

Da formte Gott, der Herr, den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies in seine Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen. (Anmerkung der Einheitsübersetzung:: In H Wortspiel mit den Ausdrücken für Ackerboden (adamáh) und Mensch (adám))

1. Mose (Genesis) 3,19-20

Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du zurückkehrst zum Ackerboden; von ihm bist du ja genommen. Denn Staub bist du, zum Staub musst du zurück. Adam nannte seine Frau Eva (Leben), denn sie wurde die Mutter aller Lebendigen.

Matthäus 1,18

Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, daß sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes.


Im Koran gibt es zum einen die Vorstellung, dass das Leben auf Wasser basiert, zum anderen die Vorstellung, dass das Leben - ähnlich wie in der Bibel - auf Ackererde basiert.

Wasser ist nur eine der Substanzen, die ein lebender Organismus benötigt und aus denen er besteht.


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2 Al-Baqara 7

Allah hat ihnen das Herz und das Gehör versiegelt, und ihr Gesicht ist verhüllt. Sie haben (dereinst) eine gewaltige Strafe zu erwarten.

4 An-Nisa' 155

Und weil sie ihre Verpflichtung brachen und nicht an die Zeichen Allahs glaubten und unberechtigterweise die Propheten töteten und sagten: "Unser Herz ist hinter einem Schleier" - aber nein, Allah hat es ihnen (zur Strafe) für ihren Unglauben versiegelt, weshalb sie nur wenig glauben -,

Exodus 4,21

Der Herr sprach zu Mose: Wenn du gehst und nach Ägypten zurückkehrst, halte dir alle Wunder vor Augen, die ich in deine Hand gelegt habe, und vollbring sie vor dem Pharao! Ich will sein Herz verhärten, so daß er das Volk nicht ziehen läßt.

Exodus 7,3
Ich aber will das Herz des Pharao verhärten, und dann werde ich meine Zeichen und Wunder in Ägypten häufen.

Psalm 26:2 "Prüfe mich, Herr, und erprobe mich, erforsche meine Nieren und mein Herz."

Jeremia 20:12 "Und nun, Herr Zebaoth, der du die Gerechten prüfst, Nieren und Herz durchschaust: Lass mich deine Vergeltung an ihnen sehen; denn ich habe dir meine Sache befohlen."

1.Johannes 3:19-20 "Daran erkennen wir, dass wir aus der Wahrheit sind, und können unser Herz vor ihm damit zum Schweigen bringen, dass wenn uns unser Herz verdammt, Gott größer ist als unser Herz und erkennt alle Dinge."


Von der Antike bis ins 19. Jahrhundert hielt man in religiösen Kreisen das Herz oder die Nieren für jenen Teil des Körpers, der die Empfindungen und damit die Gesinnung eines Menschen repräsentiert. Die bayerischen Könige haben aus diesem Grund ihr Herz bis ins 20. Jahrhundert hinein im Wallfahrtsort Altötting in einem kostbaren Gefäß gesondert bestatten lassen.

Heute weiß man, dass der Herzmuskel durch Nervenzellen des vegetativen Nervensystems erregt wird. Indirekt trägt auch die Gemütsverfassung, die in Nervenzentren des Gehirns gebildet wird, durch Ausschüttung von Neurotransmittern zur Erregung des Herzens bei.

Bei körperlicher Belastung wird die Herzleistung durch die Einwirkung sympathischer Nervenfasern gesteigert, die an den Zellen der Arbeitsmuskulatur und auch des Erregungsleitungssystems den Transmitter Noradrenalin freisetzen. Zusätzlich erreicht Noradrenalin zusammen mit Adrenalin das Herz als Hormon über die Blutbahn. Die Wirkung von Noradrenalin und Adrenalin wird überwiegend über Beta-1-Rezeptoren vermittelt und besteht aus einer Steigerung der Herzkraft (positiv inotrop), der Herzfrequenz (positiv chronotrop) und der Überleitungsgeschwindigkeit im AV-Knoten (positiv dromotrop).

Der Gegenspieler des Sympathikus ist auch am Herzen der Parasympathikus, der mit dem Transmitter Acetylcholin die Herzfrequenz und Überleitungsgeschwindigkeit des AV-Knotens herabsetzt (negativ chronotrop und dromotrop).

Gleichzeitig passt sich die Kontraktionskraft automatisch den Erfordernissen an: Wird der Herzmuskel durch zusätzliches Blutvolumen stärker gedehnt, so verbessert sich dadurch die Funktion der kontraktilen Elemente in den Muskelzellen (Frank-Starling-Mechanismus). Dieser Mechanismus trägt wesentlich dazu bei, dass sich das Schlagvolumen von rechter und linker Kammer mittelfristig nicht unterscheidet: Erhöht sich aus irgendeinem Grund kurzfristig das Schlagvolumen einer Herzhälfte, so führt dies zu einer Vergrößerung des Füllungvolumen der anderen Herzhälfte bei der folgenden Herzaktion. Dadurch wird die Wand stärker gedehnt und die Kammer kann mit verbesserter Kontraktionskraft ebenfalls ein größeres Blutvolumen auswerfen.

Das Herz produziert in seinen Vorhöfen auch dehnungsabhängig ein harntreibendes Hormon, das atriale natriuretische Peptid (ANP), um Einfluss auf das zirkulierende Blutvolumen zu nehmen.

Mehr siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Herz

Siehe auch das Kapitel Dimensionen des Geistes
 

 

35 Fatir 12

Und die beiden großen Wasser (al-bahraani) sind (einander) nicht gleich. Das eine ist süß, schmeckt frisch (furaat) und ist angenehm zu trinken, das andere ist salzig und brennt (auf der Zunge) (udschaadsch). Aus beiden eßt ihr frisches Fleisch und (aus dem Salzmeer) gewinnt ihr Schmuck, um ihn euch anzulegen. Und du siehst die Schiffe darauf (ihre) Furchen ziehen. Ihr sollt (euch diese Gabe Allahs zunutze machen und) danach streben, daß er euch Gunst erweist (indem ihr auf dem Meer eurem Erwerb nachgehen könnt). Vielleicht würdet ihr dankbar sein.

25 Al-Furqaan 53

Und Allah ist es, der die beiden großen Wasser (al-bahraini) hat strömen lassen (maradscha), - das eine, das süß ist und frisch schmeckt (furaat), und das andere, das salzig ist und (auf der Zunge) brennt (udschaadsch), - und (der) zwischen beiden eine Schranke (barzakh) und ein "verwehrt und verboten" (? hidschran mahdschuuran) gesetzt hat (so daß die Bereiche des Süß- und des Salzwassers gegeneinander abgetrennt bleiben).

55 Ar-Rahmaan 19

Er hat die beiden großen Wasser (al-bahraini) strömen lassen (maradscha), die (an der Mündung der Flüsse ins Meer) zusammentreffen,

Der Koran führt die Herkunft des Süßwassers und des Salzwassers auf zwei unterschiedliche, große Ströme zurück, aus denen zum einen die Flüsse und zum anderen das Meer gespeist wird.

Durch Satelliten-Aufnahmen ist diese Weltsicht widerlegt. Man geht heute davon aus, dass ursprünglich in sehr vielen Gebieten der Erde Salz vorhanden war. Durch die Flüsse ist es ins Meer gespült worden. Für diese These spricht, dass Binnenseen, die keinen Abfluss haben, gewöhnlich Salzseen sind.

 
  1. Mose (Genesis) 30, 37-39
Nun holte sich Jakob frische Ruten von Silberpappeln, Mandelbäumen und Platanen, schälte weiße Streifen heraus und legte so das Weiße an den Ruten bloß. Die geschälten Ruten legte er in die Tröge, in die Wasserrinnen, zu denen die Tiere zur Tränke kamen, gerade vor die Tiere hin. Die Tiere begatteten sich, wenn sie zur Tränke kamen. Hatten sich die Tiere vor den Ruten begattet, so warfen sie gestreifte, gesprenkelte und scheckige Junge.
 

Man geht heute davon aus, dass Wunschvorstellungen der Eltern bei der Zeugung sich nicht auf die Gene der Nachkommenschaft auswirken. Sonst würden wohl in manchen Ländern mehr Jungen als Mädchen geboren.

 

7 Al-A'raaf 54

Euer Herr ist Allah, der Himmel und Erde in sechs Tagen geschaffen und sich daraufhin auf dem Thron zurechtgesetzt hat (um die Welt zu regieren). Er läßt die Nacht über den Tag kommen, wobei sie ihn eilends (einzuholen) sucht. Und (er hat) die Sonne, den Mond und die Sterne (geschaffen) und sie dabei durch seinen Befehl (amr) in den Dienst (der Menschen) gestellt. Steht nicht ihm (allein) die Erschaffung (der Welt) und der Befehl (amr) (über sie) zu? Allah, der Herr der Menschen in aller Welt (al-`aalamuun) ist voller Segen (tabaaraka).

1. Mose (Genesis) 2,1-2

So wurden Himmel und Erde vollendet und ihr ganzes Gefüge. Am siebten Tag vollendete Gott das Werk, das er geschaffen hatte, und er ruhte am siebten Tag, nachdem er sein ganzes Werk vollbracht hatte.


Aus naturwissenschaftlicher Sicht widerspricht der Zeitrahmen der seit der Erschaffung der Erde vergangen ist, den Beobachtungen der Astronomie und der Datierung der bisher gefundenen Fossilien. Wir sehen heute das Licht von Sternen, die Milliarden von Lichtjahren entfernt sind. Allein unsere Galaxie die Milchstraße hat eine Ausdehnung von ca 110000 Lichtjahren. Wir sehen Supernovaexplosionen, die vor weit mehr als 6000 Jahren stattgefunden haben. Selbst wenn man annimmt, dass der große Alleskönner die Photonen gleich mit geschaffen hat, dann sind diese Supernovaexplosionen bei konstanter Lichtgeschwindigkeit nur ein Lichtspektakel. Man müsste also eine variable Lichtgeschwindigkeit für den Weltraum annehmen. Dafür gibt es aber keine Anzeichen.

 
Die Koran-Zitate sind der Koranübersetzung der Global Islamic Software Company entnommen

Global Islamic Software Company/ 11771 Heliopolis-West / PO Box: 5189 / Cairo / Egypt / Lizenznehmer TopWare CD-Service AG / http://www.topware.com

Die Bibelzitate stammen aus der Einheitsübersetzung, der Lutherbibel (Luther 84) oder der Neuen Weltübersetzung der Zeugen Jehovas.

Zur Ethik des Islams siehe

http://www.schulfach-ethik.de/Stichwort/islam.htm

Naturwissenschaftliche Aussagen zum Thema Astronomie sind unter dem Link

http://www.astronews.com/ zu finden.

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