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Kritische Fragen zum Koran
Textmarken:
Wer darf wen schlagen?,
Die Sklaverei,
Was
sagt der Koran zum Thema Toleranz,
Wir haben für die Ungerechten die Hölle bereitet,
Dialogverbote im Koran,
Die
Abgrenzung gegen Juden und Christen,
Gibt es Bezüge zum
antiken Weltbild im Koran?,
Die Ehrenbezeugung
der Sonne, Wo die Sonne untergeht,
Die beiden großen Wasser,
Der demütige
Schatten, Der Himmel /
Die Himmel, Die Tore des
Himmels, Der Himmel am
"Jüngsten Tag", Wie die Nacht den
Tag (einzuholen) sucht,
Die Stationen des
Mondes, Die Berge
weigerten sich und hatten Angst,
Damit die Erde nicht ins Schwanken
kommt, Allahs Licht brennt mit Öl,
Blind ist vielmehr das Herz in der Brust,
Wenn die Seele bis zur Kehle hoch kommt,
Was heißt unfruchtbar?
Wer darf wen schlagen?
Im März 2007 fällte eine Frankfurter Familienrichterin
ein Urteil, wonach sie eine sofortige Scheidung ablehnte und auf dem
Trennungsjahr bestand. Die Frau hatte die sofortige Scheidung mit
Hinweis auf die Koran-Sure 4,34 gefordert. Ihr Mann hatte sie mit
Hinweis auf eben diesen Vers geschlagen und sah sich im Recht. Die
Richterin begründete ihr Urteil damit, dass beide Partner aus einem
Kulturkreis kommen, wo der Koran gilt. Das Urteil löste eine Welle der
Empörung aus, auch bei dem deutschen Koranrat. Dessen Vorsitzender Ali Kizilkaya erklärte FOCUS Online: "Gewalt in der Familie sei auch im Islam
ein Scheidungsgrund" (22.3.2007). Die umstrittene Koransure 4,34, die die
Unterordnung oder Züchtigung der Frau beschreibt, werde aber seit jeher
unterschiedlich interpretiert. „Es gibt verschiedene Lesarten“, räumte Kizilkaya ein.
"Je nach Übersetzung sei daher von einem „Vertrauensbruch“
oder „Ehebruch“ der Frau die Rede, die in diesem Fall „geschlagen“,
„gestraft“ oder „verlassen“ werden sollte". Im ZDF-Forum am Freitag vom 1.
August 2008 äußerte sich Rabeya Müller in ähnlicher Weise zu der
umstrittenen Koran-Sure 4,34. Sie meinte ebenfalls, dass das Wort, das
für "schlagen" verwendet wird auch bedeuten kann "getrennte Wege zu
gehen". Da drängt sich natürlich der Verdacht der interpretierenden
Übersetzung auf. In meiner Übersetzung steht noch schlagt sie.
Sure 4,34 Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung
vor, weil Allah sie (von Natur vor diesen) ausgezeichnet hat und wegen der
Ausgaben, die sie von ihrem Vermögen (als Morgengabe für die Frauen?)
gemacht haben. Und die rechtschaffenen Frauen sind (Allah) demütig ergeben
und geben acht mit Allahs Hilfe auf das, was (den Außenstehenden)
verborgen ist. Und wenn ihr fürchtet, daß (irgendwelche) Frauen sich
auflehnen, dann vermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie!
Wenn sie euch (daraufhin wieder) gehorchen, dann unternehmt (weiter)
nichts gegen sie! Allah ist erhaben und groß.
Der Koran sieht nämlich für gewisse ähnliche Vergehen durchaus
die Prügelstrafe vor. Das wird damit erklärt, dass dies eben in der damaligen Zeit üblich
war. Solche Verse werden heute gerne als zeitbedingt deklariert. Ist der Koran also kein
Buch für die Ewigkeit?
Sure 24, 2 Wenn eine
Frau und ein Mann Unzucht begehen, dann verabreicht jedem von ihnen
hundert Peitschenhiebe Und laßt euch im Hinblick darauf, daß es (bei
dieser Strafverordnung) um die Religion Allahs geht (fie dieni llaahi),
nicht von Mitleid mit ihnen erfassen, wenn (anders) ihr an Allah und den
jüngsten Tag glaubt Und bei ihrer Bestrafung soll eine Gruppe der
Gläubigen (als Zeugen) anwesend sein.
Sure 24, 4 Und wenn
welche (von euch) ehrbare Frauen (mit dem Vorwurf des Ehebruchs) in
Verruf bringen und hierauf keine vier Zeugen (für die Wahrheit ihrer
Aussage) beibringen, dann verabreicht ihnen achtzig Peitschenhiebe
und nehmt nie (mehr) eine Zeugenaussage von ihnen an! Sie sind die
(wahren) Frevler,
Mein Vorschlag wäre, die
"Peitschenhiebe" als "juristische Streicheleinheiten" zu übersetzen.
Das klingt nicht ganz so brutal.
Die Sklaverei
Zeitbedingt ist natürlich nach moderner Lesart die Sklaverei, obwohl
Allah offenbar nichts gegen die Sklaverei einzuwenden hatte. Sie ist fest
in der Gesetzgebung integriert. Allah, der ewige Geist, ist hier offenbar
dem Zeitgeist gefolgt und das, obwohl doch der Koran für die Ewigkeit
gedacht ist.
Sure 2, 221 Und heiratet nicht heidnische Frauen,
solange sie nicht gläubig werden! Eine gläubige Sklavin ist besser als
eine heidnische Frau, auch wenn diese euch gefallen sollte. Und
gebt nicht (gläubige Frauen) an heidnische Männer in die Ehe, solange
diese nicht gläubig werden! Ein gläubiger Sklave ist besser als ein
heidnischer Mann, auch wenn dieser euch gefallen sollte. Jene (Heiden)
rufen zum Höllenfeuer (indem sie zum Unglauben und zu sündigen Handlungen
auffordern). Allah aber ruft zum Paradies und zur Vergebung durch seine
Gnade. Und er macht den Menschen seine Verse klar. Vielleicht würden sie
sich mahnen lassen.
Und gebt nicht gläubige Frauen . . . Gemäß dieser Sure ist auch die in manchen islamischen
Ländern bis heute übliche Zwangsheirat gedeckt, zumindest gemäß dieser
Übersetzung.
2, 178 Ihr Gläubigen! Bei Totschlag ist euch die
Wiedervergeltung vorgeschrieben: ein Freier für einen Freien, ein Sklave
für einen Sklaven und ein weibliches Wesen für ein weibliches Wesen.
Und wenn einem (der einen Totschlag begangen hat) von seiten seines
Bruders (dem die Ausübung der Wiedervergeltung obliegt) etwas nachgelassen
wird, soll die Beitreibung (des Blutgeldes durch den Rächer) auf
rechtliche und (umgekehrt) die Bezahlung an ihn auf ordentliche Weise
vollzogen werden. Das ist (gegenüber der früheren Handhabung der
Blutrache) eine Erleichterung und Barmherzigkeit von seiten eures Herrn.
Wenn nun aber einer, nachdem diese Regelung getroffen ist, eine
Übertretung begeht (indem er sich an die frühere Sitte der Blutfehde
hält), hat er (im Jenseits) eine schmerzhafte Strafe zu erwarten.
Muhammad hat damit die Blutrache teilweise aufgehoben.
Zugegeben eine der Leistungen Muhammads. Bei
Totschlag kann man sich freikaufen, wenn die Gegenpartei zustimmt..
Sure 4, 92 Kein Gläubiger darf einen (anderen)
Gläubigen töten, es sei denn (er tötet ihn) aus Versehen. In diesem Fall
ist (als Sühne) ein gläubiger Sklave in Freiheit zu setzen und (außerdem)
Wergeld (zu bezahlen), das seinen Angehörigen auszuhändigen ist - es
sei denn, sie zeigen sich mildtätig. Und wenn er zu Leuten gehört, die
euch feind sind, während er (seinerseits) gläubig ist, ist (als Sühne) ein
gläubiger Sklave in Freiheit zu setzen (ohne daß auch noch Wergeld bezahlt
wird). Und wenn er Leuten zugehört, mit denen ihr in einem
Vertragsverhältnis steht (ohne daß sie ihrerseits den Islam angenommen
haben), ist Wergeld (zu bezahlen), das seinen Angehörigen auszuhändigen
ist, und (außerdem) ein gläubiger Sklave in Freiheit zu setzen. Und wenn
einer keine Möglichkeit findet (einen Sklaven in Freiheit zu setzen), hat
er (dafür) zwei aufeinanderfolgende Monate zu fasten. (Das ist) ein
Gnadenakt(?) von seiten Allahs. Allah weiß Bescheid und ist weise.
Sure 58, 3 Wenn aber Männer, die sich von ihren Frauen
scheiden mit der Formel, sie seien ihnen verwehrt wie der Rücken ihrer
Mutter (wa-llaziena yuzaahiruuna min nisaa'ihim), und dann (sie)
zurücknehmen möchten, wie sie gesagt haben, ist (als Sühne) ein Sklave
in Freiheit zu setzen, (und zwar) ehe Mann und Frau den ehelichen
Verkehr (wieder) aufnehmen. Das ist eine Ermahnung an euch. Allah ist wohl
darüber unterrichtet, was ihr tut.
Ja - nur wo findet man heute einen Sklaven? Hier ist
natürlich eine Alternative vorgesehen.
Sure 58, 4 Und wenn einer keine Möglichkeit
findet (einen Sklaven in Freiheit zu setzen), hat er (dafür) zwei
aufeinanderfolgende Monate zu fasten. (Auch dies) ehe Mann und Frau
den ehelichen Verkehr (wieder) aufnehmen. Wenn einer (auch) dazu nicht
in der Lage ist, hat er sechzig Arme zu beköstigen. Dies (ist euch
verordnet), damit ihr an Allah und seinen Gesandten glaubt. Das sind die
Gebote Allahs. Die Ungläubigen aber haben (dereinst) eine schmerzhafte
Strafe zu erwarten.
56 Tage fasten? Ob man das überlebt? Oder gilt hier das
Fasten nur zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, wie im Monat
Ramadan? Ein reichliches Frühstück vor Sonnenaufgang und ein üppiges
Abendessen nach Sonnenuntergang. Und dann gibt es noch die weitere
Alternative 60 Kekse an 60 Arme zu verteilen und einen Eimer Wasser zum
Nachspülen gibt es natürlich auch umsonst. Das ist mehr als die
christlichen Kirchen beim Abendmahl servieren.
Allahs Gerechtigkeitssinn war da offenbar getrübt, als
er die Sklaverei stillschweigend gestattete.
Die Sklaverei und der käufliche Erwerb von Menschen ist generell ein
Unrecht. Sklaverei bedeutet, dass Menschen ein gerechter Lohn verweigert
wird. Dies unterscheidet die Sklaverei von einem geregelten
Arbeitsverhältnis. Wenn Menschen wie ein Möbelstück verschachert werden,
so verstößt dies gegen die Menschenwürde.
Sure 4, 3 (4) Und wenn ihr fürchtet, in Sachen der
(eurer Obhut anvertrauten weiblichen) Waisen nicht recht zu tun, dann
heiratet, was euch an Frauen gut ansteht(?), (ein jeder) zwei, drei oder
vier. Und wenn ihr fürchtet, (so viele) nicht gerecht zu behandeln,
dann (nur) eine, oder was ihr (an Sklavinnen) besizt! So könnt ihr am
ehesten vermeiden, unrecht zu tun.
Unrecht an Sklavinnen wird hier nicht als Unrecht
gewertet. An seinem Besitz kann man kein Unrecht begehen. Die logische Konsequenz aus den oben genannten Versen
ist, dass die Sklaverei nicht verboten ist und Sklaven eben wie ein
Einrichtungsgegenstand gewertet werden.
Die Sklaverei ist allerdings offiziell heute auch in
islamischen Ländern verboten.
Was
sagt der Koran zum Thema Toleranz
Die interpretierenden
Übersetzungen - bei ehrlichen Übersetzungen sind die hinzugefügten Worte
in Klammern gesetzt - und die Auswahl der Koranzitate bestimmen ähnlich wie bei
christlichen Organisationen (hier bezogen auf die Bibel) das öffentliche
Erscheinungsbild. Tatsächlich ist es immer nur die halbe Wahrheit.
Dahinter steht momentan die Bemühung der muslimischen Verbände in
Deutschlund um staatliche Anerkennung, denn staatliche Anerkennung
bedeutet staatlich geförderten Religionsunterricht, staatliche finanzielle
Unterstützung und ein paar islamische Feiertage. Vor diesem Hintergrund
muss man die Kassler Erklärung vom 20. August 2008 sehen.
Die Muslime akzeptieren
damit nach den Worten des hessen-nassauischen evangelischen Kirchenpräsidenten Peter
Steinacker (Quelle Newsletter von www.Jesus.de) das Recht auf
missionarische Aktivitäten. Außerdem machten sie ihre Bereitschaft
deutlich, den Islam mit den Rechtsgrundlagen der deutschen Gesellschaft zu
verbinden. Die Erklärung «Mission und Religionsfreiheit in einem säkularen
Staat» ist von Vertretern der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für
Religion und der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen sowie vom
kurhessischen Bischof Martin Hein und von Steinacker unterzeichnet worden.
Der Kirchenpräsident wies darauf hin, dass die islamischen Verbände im
Zusammenhang mit der Erklärung ihre religiösen Quellen, besonders den
Koran, neu interpretierten. Denn der Koran kenne, wie auch die
Bibel, keine Religionsfreiheit im modernen Sinne. Das Eintreten für
Religionsfreiheit setze ein historisch-kritisches Verständnis der eigenen
Glaubenszeugnisse voraus. Auch Bischof Hein lobte das Dokument als
einen «wesentlichen Schritt nach vorn».
«Jeder Mensch hat das Recht, die Religion seiner Wahl anzunehmen», lautet
die erste von sechs «Grundüberzeugungen» der «Kasseler Erklärung».
«Niemand darf zum Beitritt zu einer Religionsgemeinschaft genötigt oder am
Verlassen seiner Religionsgemeinschaft gehindert werden», fährt die
Erklärung fort. Die vier Unterzeichner verpflichteten sich, sich für die
Achtung dieses Rechtes einzusetzen.
Der Zentralrat der Muslime hatte bereits 2002 in der «Islamischen Charta»
erklärt, Muslime akzeptierten auch das Recht, «die Religion zu wechseln,
eine andere oder gar keine Religion zu haben». Der Koran untersage
Gewaltausübung und Zwang in Glaubensfragen.
Man muss halt nur die
passenden Offenbarungen auswählen und nicht jene, die Muhammad bezüglich
kriegerischer Auseinandersetzungen hatte. Jene Offenbarungen, wo er seine
bedrängten Glaubensbrüder befreien musste. Mich erinnert dies immer an
jene Befreiungskriege, die es sowohl mit kommunistischem als auch mit
demokratisch westlichem Vorzeichen gab und zum Teil noch immer gibt. Die
betroffenen Menschen haben solche Kriege vor allem von ihrem Hab und Gut
befreit. In den Köpfen der Menschen ändert sich nur etwas im Dialog mit
Andersgläubigen, da dann die eigenen Glaubensüberzeugungen auf dem
Prüfstand stehen. Religiöse Organisationen versuchen deshalb immer den
Dialog zu begrenzen. Siehe unten "Dialog-Verbote im Koran".
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Anmerkung: Die Verszählung kann je nach
Übersetzung um ein bis zwei Verse abweichen! |
Die toleranten
Äußerungen Muhammads finden sich zumeist in den frühen mekkanischen Suren.
Sure 10, 99 Hätte Gott es gewollt, wären alle Menschen auf Erden samt
und sonders gläubig geworden. Möchtest du etwa die Menschen zum Glauben
zwingen?
Sure 2, 256 (in manchen
Koranausgaben 257) In der Religion gibt es keinen Zwang. Der rechte
Weg (des Glaubens) ist (durch die Verkündigung des Islam) klar geworden
(so daß er sich) vor der Verirrung (des heidnischen Unglaubens deutlich
abhebt). Wer nun an die Götzen (at-taaghuut) nicht glaubt, an Allah aber
glaubt, der hält sich (damit) an der festesten Handhabe, bei der es kein
Reißen gibt. Und Allah hört und weiß (alles).
Sure 29, 46 Und
streitet mit den Leuten der Schrift (den Juden und Christen) nie anders
als auf eine möglichst gute Art - mit Ausnahme derer von ihnen, die
Frevler sind! Und sagt: "Wir glauben an das, was (als Offenbarung) zu uns,
und was zu euch herabgesandt worden ist. Unser und euer Gott ist einer.
Ihm sind wir ergeben (muslim)."
Sure 50, (44) 45 Wir wissen sehr wohl, was
sie sagen. Und du hast keine Gewalt über sie. Mahne nun mit dem Koran
(alle) diejenigen, die meine Drohung (mit dem Gericht) fürchten!
Sure18, 29 (28) Sprich: "Das ist die Wahrheit von eurem Herrn. Wer
glauben will, möge glauben, und wer ablehnen will, möge ablehnen. "Wir
haben für die Ungerechten eine Hölle bereitet, die sie dem Zelt gleich
eingeschlossen hält. Wenn sie um Hilfe flehen, wird ihnen mit einem Wasser
geholfen, das siedend heiß wie kochendes, trübes Öl ist und die Gesichter
verbrennt. Einen schlimmeren Trunk und eine üblere Ruhestätte gibt es
nicht.
Wir
haben für die Ungerechten die Hölle bereitet . . . (Sure 18, 28 (29)
Der Koran betrachtet die
Ungläubigen als Idioten.
Sure 2, 171 Bei den Ungläubigen ist es, wie wenn man Vieh
anschreit, das nur Zu- und Anruf hört (ohne die eigentliche Sprache
zu verstehen). Taub (sind sie), stumm und blind. Und sie haben keinen
Verstand.
Sure 16, 39 (Allah wird dereinst die Toten erwecken und die Menschen
zum Gericht versammeln) damit er ihnen klarmacht, worüber sie (im
Diesseits) uneins waren, und damit die Ungläubigen (zu) wissen
(bekommen), daß sie gelogen haben.
Wer also gegen den Koran argumentiert, dem wird vorgehalten, dass er
unwissend ist und daher nur Lügen verbreitet. Und da die Ungläubigen auf
diese Weise gelogen haben, werden sie mit dem Höllenfeuer bestraft.
Gemäß dem Koran ist Unglauben mangels Beweisen keine Entschuldigung.
Dies gilt insbesondere für die mangelnden Beweise zum "Jüngsten Tag", dem
Tag des Gerichts.
Sure 39, 71 Diejenigen, die (in ihrem Erdenleben) ungläubig waren,
werden dann in Scharen der Hölle zugeführt. Wenn sie schließlich dort
angelangt sind, werden ihre Tore (für sie) geöffnet, und ihre Wärter
sagen zu ihnen: "Sind (denn) nicht Gesandte aus euren eigenen Reihen zu
euch gekommen, um euch die Verse eures Herrn zu verlesen und euch
warnend darauf hinzuweisen, daß ihr (dereinst) diesen Tag (des Gerichts)
erleben würdet" Sie sagen: "Jawohl! Aber (wir haben der Warnung keinen
Glauben geschenkt). Und das Wort der Strafe ist (nun) an den
Ungläubigen in Erfüllung gegangen."
Auch die Gottgläubigen, die nicht an den Koran glauben zählen zu den
Ungläubigen.
Sure 4, 150 - 151 Diejenigen, die an Allah und seine Gesandten
nicht glauben und zwischen Allah und seinen Gesandten einen Unterschied
machen möchten und sagen: "Wir glauben an die einen, und verwerfen die
anderen" und einen Zwischenweg einschlagen möchten, das sind die
wahren Ungläubigen. Und für die Ungläubigen haben wir (im Jenseits)
eine erniedrigende Strafe bereit.
Atheisten gelten als von Allah fehlgeleitet!
Sure 19, 83 Hast du nicht gesehen, daß wir die Satane über die
Ungläubigen gesandt haben, damit sie sie aufhetzen?
Sure 40, 74 (und) an Allahs Statt (verehrt) habt?" Sie sagen: "Sie sind
uns entschwunden. Nein, wir haben früher (eigentlich) zu (überhaupt)
nichts gebetet. "So führt Allah die Ungläubigen irre.
Die schicksalhafte Vorherbestimmung besagt auch, dass nur jemand
mit Erlaubnis Allahs gläubig werden darf.
Sure 57, 22 Kein Unglück
trifft ein, weder (draußen) im Land noch bei euch selber, ohne
daß es in einer Schrift (verzeichnet) wäre, noch ehe wir es erschaffen.
Dies (alles zu wissen) ist Allah ein leichtes.
Sure 10, 100 Niemand
darf gläubig werden, außer mit der Erlaubnis Allahs. Und er legt die
Unreinheit (ridschs) auf diejenigen, die keinen Verstand haben (und daher
verstockt bleiben).
Gemäß dem
Koran gilt Auferstehung und ewiges Leben für alle Menschen. Nur verbringen
dann die Ungläubigen den ewigen "Rest" ihres Lebens in der Hölle unter
ständiger Folter. Deshalb wertet der Koran den Missionierungsversuch,
insbesondere, wenn er erfolgreich sein sollte schlimmer als den Mord bei
gläubiger Gesinnung. Von daher ist auch die Todessehnsucht bei gläubiger
Gesinnung verständlich, die insbesondere bei islamischen
Selbstmordattentätern zu beobachten ist.
Sure 2,191 Und tötet sie (die
Ungläubigen), wo (immer) ihr sie zu fassen bekommt, und vertreibt sie,
von wo sie euch vertrieben haben! Der Versuch (Gläubige zum Abfall
vom Islam) zu verführen ist schlimmer als Töten. Jedoch kämpft nicht
bei der heiligen Kultstätte (von Mekka) gegen sie, solange sie nicht
(ihrerseits) dort gegen euch kämpfen! Aber wenn sie (dort) gegen euch
kämpfen dann tötet sie! Derart ist der Lohn der Ungläubigen.
Von
gemäßigten Islamverbänden wird diese Stelle nur auf die Kriegssituation der
damaligen Zeit bezogen.. Dies widerspricht aber der Logik des
islamischen Glaubens.
Dialogverbote im Koran
Dialogverbote schaden
eigentlich dem Ansehen einer Religionsgemeinschaft, denn indirekt
bestätigen sie, dass man der Religionskritik nicht gewachsen ist.
Insbesondere fürchtet man die Satire. Schon im Alten Testament wird den
Gläubigen empfohlen die Spötter zu meiden (Psalm 1,1).
Und ähnliche Dialogverbote gibt es auch im Koran.
Sure 4, 140.
Und Er hat euch schon in dem Buch offenbart: wenn ihr hört, dass die
Zeichen Allahs geleugnet und verspottet werden, dann sitzet nicht bei
ihnen (den Spöttern), bis sie zu einem anderen Gespräch übergehen; IHR
WÄRET SONST WIE SIE…
Sure 6, 68 - 70
Wenn du
jene siehst, die über Unsere Zeichen töricht reden, dann wende dich ab
von ihnen, bis sie ein anderes Gespräch führen. Und sollte dich Satan
{dies) vergessen lassen, dann sitze nicht, nach dem Wiedererinnern, mit
dem Volk der Ungerechten. Den Rechtschaffenen obliegt NICHT die
Verantwortung für jene, sondern NUR DAS ERMAHNEN, auf dass sie
gottesfürchtig werden. . Lass jene allein, die ihren Glauben als ein
Spiel und einen Zeitvertreib nehmen und die das irdische Leben betört hat.
Und ermahne (die Menschen) hierdurch, damit nicht eine Seele der
Verdammnis anheim falle für das, was sie begangen hat. Keinen Helfer noch
Fürsprecher soll sie haben, es sei denn Allah; ...
Sure 3, 28 Die Gläubigen sollen sich nicht die Ungläubigen anstatt
der Gläubigen zu Freunden nehmen. Wer das tut, hat keine Gemeinschaft
(mehr) mit Allah. Anders ist es, wenn ihr euch vor ihnen wirklich
fürchtet. (In diesem Fall seid ihr entschuldigt.) Allah warnt euch vor
sich selber. Bei ihm wird es (schließlich alles) enden.
Die
Abgrenzung gegen Juden und Christen
Wer den Koran liest findet darin zahlreiche Bruchstücke
aus dem alten Testament, sowie einige Geschichten aus Evangelien, die sich
damals im Umlauf befanden. Zahlreiche Personen des Alten Testaments werden
erwähnt. Die Geschichten des alten Testaments und die Geschichten aus den
Evangelien erscheinen aber stark verkürzt und auch leicht verändert.
Muhammad rechtfertigt diese Veränderungen mit einer Retourkutsche. Er
behauptet Christen und Juden hätten die Worte Gottes verfälscht. Der Koran
ist deswegen herab gesandt worden, damit wieder die Wahrheit verkündet
wird.
Sure 3, 71 Ihr
Leute der Schrift (Juden und Christen)! Warum verdunkelt ihr die Wahrheit mit Lug und Trug und
verheimlicht sie, während ihr (doch um sie) wißt?
Sure 3, 78 Und einige
von ihnen verdrehen den Wortlaut der Schrift, damit ihr meint, es
stamme aus der Schrift, während es (in Wirklichkeit) nicht daraus stammt,
und sagen, es stamme von Allah, während es (in Wirklichkeit) nicht von ihm
stammt. Damit sagen sie gegen Allah wissentlich eine Lüge aus.
Sure 6, 91 Und Sie haben
Allah nicht richtig eingeschätzt. (Damals) als sie sagten: "Allah hat
nichts (als Offenbarung) auf einen Menschen (baschar) herabgesandt." Sag:
Wer hat (denn) die Schrift herabgesandt, die (seinerzeit) Moses als Licht
und Rechtleitung für die Menschen gebracht hat? Ihr macht sie (indem ihr
Texte daraus abschreibt, eurerseits) zu Pergamentblättern (qaraatis),
die ihr der Öffentlichkeit zugänglich macht, während ihr (gleichzeitig)
vieles (von der Offenbarung) geheimhaltet. - Ihr wurdet (ja durch die
Offenbarung manches) gelehrt, was (vorher) weder ihr noch eure Väter
wußten. - (Wer hat euch das alles zukommen lassen?) Sag: Allah. (Aber) laß
sie nun (weiter) in ihrem Geplauder (mit der Wahrheit) ihr Spiel treiben!
(Sie mögen darin verharren, bis sie dereinst eines Besseren belehrt
werden.)
Diese Verfälschung wird dann mit den
Widersprüchen der Bibel begründet. Für den Koran wird behauptet, dass er
widerspruchsfrei ist und nicht im Widerspruch zur Naturwissenschaft steht.
Islamische Exegeten lesen zum Beispiel aus bestimmten Koranstellen heraus,
dass das Universum durch einen Urknall entstand. Gleichzeitig geben aber
diese Exegeten zu, dass sie nicht unfehlbar sind und nur die Sure im
arabischen Wortlaut gültig ist. Man hat sich so rückversichert, falls sich
eine naturwissenschaftliche Erkenntnis als falsch erweisen sollte.
Da es ähnlich wie christlichen
protestantischen Gruppen kein allgemein gültiges Lehramt gibt und der
Koran zahlreiche mehrdeutige Stellen enthält und bei der Übersetzung dann
Worte ergänzt werden, um den Text eindeutig zu machen, gibt es schon hier
erhebliche Differenzen. Die ehrlichen Übersetzer setzen solche Texte, die
ergänzt wurden in Klammern. Die Vieldeutigkeit arabischer Worte kommt
hinzu.
Die exegetischen Mittel, mit denen
Widersprüche zum naturwissenschaftlichen Weltbild wegdiskutiert werden,
sind dabei die gleichen wie sie von christlich fundamentalistischen Kirchen verwendet werden.
Gibt es Bezüge zum
antiken Weltbild im Koran?
Da wird natürlich jeder Exeget des
Korans sofort widersprechen und einem eine entsprechende
Interpretation des Korans liefern, die dies widerlegt. Eine
Interpretation, die dann in manchen Fällen sogar nahe legt, dass der Autor, nämlich
Allah höchst persönlich im Koran naturwissenschaftliche Erkenntnisse
niedergeschrieben hat, die erst in unseren Tagen entdeckt wurden.
Der Islam braucht diesen Realitätsbezug, um die Gültigkeit der
Offenbarung des Koran beweisen zu können. Nach dem Glauben der Muslime sind
im Koran, so aus der Antwort einer Muslima zitiert,
"die reinen Wörter ALLAHs und und nicht
eines Menschen und damit auch nicht die Wörter Muhammads (Friede und
Segen ALLAHs seien mit ihm). Das gilt aber nur für den Quran in
arabischem Original. Jede Übersetzung des Qurans, kann nicht mehr
als Quran bezeichnet werden, da es eigene Wörter der Menschen sind.
Nur das arabische Orginal ist das unverfälschte Wort ALLAHs, weil es
dort genau so da steht, wie Sein Wortlaut, den Er Muhammad über den
Engel Gabriel offenbart hat.
Der Schöpfer hat uns in dem Quran,
seiner letzten Offenbarung an die Menschen, neben Informationen über
die Schöpfung der Welt, über das Jenseits, Seinen Geboten und
Verboten, usw., unter anderem Geschichten von früheren Propheten und
Personen mitgeteilt."
Hierzu gab es allerdings in einer
anderen E-Mail sinngemäß folgende Ergänzung: "Der Koran ist zwar das
Wort Allahs. Aber gelegentlich wiederholt Allah nur das was andere
sagen. Das, was Allah zitiert, ist nicht unbedingt die Meinung
Allahs, sondern eben die Meinung eines fehlbaren Menschen."
Hier deutet sich an, dass die islamische
Theologie allmählich abrückt von der These der Koran sei Gotteswort.
Ähnlich wie bei den großen christlichen Kirchen wird aus
"Gotteswort" bei kritischer Nachfrage "Gotteswort im Menschenwort".
Der Knackpunkt ist, dass Muhammad den
Koran Menschen gepredigt hat, die im antiken Weltbild verhaftet
waren. Der Koran korrigiert an keiner Stelle das antike Weltbild.
Die wörtliche Übersetzung fügt sich gut in das antike Weltbild ein.
Und Muhammad hat die bahnbrechenden naturwissenschaftlichen
Erkenntnisse, die nach entsprechender Interpretation im Koran
enthalten sind, nicht in technische Entwicklungen umgesetzt, die mit
damaligen Mitteln realisierbar waren. Er hat nicht den Stahlhelm
erfunden, um seine Soldaten zu schützen. Er hat nicht die
Druckerpresse bauen lassen, um seine Offenbarungen weiträumig zu
verteilen.
Sehen wir
uns nun an, was im Koran steht, bzw. in einer der deutschen
Übersetzungen:
-----------------
Die Ehrenbezeugung
der Sonne -----------------
Sure 12, 4
- 6 (Damals) als Joseph zu seinem Vater
sagte: "Vater! Ich habe (im Traum) elf Sterne und die Sonne und den
Mond gesehen. Ich sah sie (voller Ehrfurcht) vor mir niederfallen."
Sein Vater sagte: "Mein Sohn! Erzähle dein Traumgesicht nicht deinen
Brüdern, sonst werden sie eine List gegen dich anwenden! Der Satan
ist dem Menschen ein ausgemachter Feind (und immer bereit,
Zwietracht zu stiften). So (wie du geträumt hast?) wird dein Herr
dich erwählen. Und er wird dich lehren, Träume zu deuten, und seine
Gnade an dir und an der Sippe Jakobs vollenden, so wie er sie früher
an deinen beiden Vorvätern Abraham und Isaak vollendet hat. Dein
Herr weiß Bescheid und ist weise."
Die gleiche Geschichte findet
man in ähnlicher Form auch in der Bibel.
Auch wenn der Traum nur als
Gleichnis gedeutet wird, so sagt er doch etwas
über das Weltbild jenes Joseph aus. Wäre die Sonne vor
ihm niedergefallen, dann wäre er mitsamt der Erde zu einem
Rauchwölkchen verglüht. Davon ist jedoch im Koran nicht die Rede. Im
antiken Weltbild waren die Himmelkörper Lichtgestalten, himmlische
Wesen. Der Traum wird
folglich als Ehrenbezeugung der Sonne gedeutet und aus diesem
Sachverhalt ergibt sich, dass Joseph nun zu den Auserwählten
gehört. Die Ehrenbezeugung der Sonne gibt es noch in weiteren
Koranstellen, zum Beispiel
22 Al-Hadsch 18
Hast du denn nicht gesehen, daß
sich vor Allah (alle in Anbetung) niederwerfen, die im Himmel, und
die auf der Erde sind, desgleichen die Sonne, der Mond und die
Sterne, die Berge, die Bäume, die Tiere (dawaabb) und viele von den
Menschen? Aber an vielen geht die (Androhung der) Strafe in
Erfüllung. Wenn Allah jemand erniedrigt, gibt es niemand, der ihm
Ehre erweisen würde. Allah tut, was er will.
Wie wird das von Muslimen interpretiert? Nach dem Glauben der Muslime hat
jedes Ding und jedes Lebewesen im Universum seine Funktion und in
dieser Funktion gehorcht es dem Willen Allahs und in diesem Gehorsam
wird eine Verehrung Allahs gesehen.
Das
ist nichts anderes als die modern verpackte antike animistische
Denkweise, wonach alle Dinge beseelt sind.
Man macht hier aus einem
naturgesetzlichen Ablauf einen komplexen menschlichen Denkvorgang,
der die Kenntnis des religiösen Gedankengebäudes voraussetzt. Um
Gott zu verehren, muss ich von seiner Existenz überzeugt sein.
In der Vermenschlichung von Dingen geht der Prophet so weit, dass
er sogar Steinen Gefühle zuschreibt.
Sure 2, 74 Hierauf, nachdem das (alles)
geschehen war, verhärteten sich eure Herzen, so daß sie
(schließlich) wie Steine waren, oder noch härter. (Denn) unter den
Steinen gibt es welche, aus denen Bäche hevorbrechen, und andere,
die sich spalten, worauf Wasser aus ihnen herauskommt, und wieder
andere, die aus Furcht vor Allah (von den Berghängen?) herunterkommen. Allah gibt sehr wohl acht auf das, was ihr tut.
----------------- Wo die Sonne
untergeht -----------------
Sure 18, 86 Als er schließlich an den Ort
gelangte, an dem die Sonne untergeht, fand er, daß sie in einer
verschlammten Quelle untergeht. Und er fand bei ihr ein Volk vor.
Wir sagten: "Du mit den zwei Hörnern! Entweder nimmst du eine
Bestrafung vor, oder du läßt unter ihnen Güte walten (tattakhiza
fiehim husnan)."
Sure
18, 90 Als er schließlich an den Ort
gelangte, an dem die Sonne aufgeht, fand er, daß sie über Leuten
aufgeht, denen wir keinen Schutz (sitr) vor ihr geschaffen haben.
Als ich diese Stelle unvoreingenommen,
d. h. ohne die Kenntnis irgendwelcher Kommentare gelesen habe, war
für mich klar, dass der Prophet hier zum wiederholten Male sein
antikes Weltbild dokumentiert hat, nach dem die Sonne irgendwo am
Ende der Welt untergeht und am anderen Ende wieder aufgeht. In der
Gewissheit, dass dies vielleicht auch Muslime überzeugen könnte,
schickte ich eine Anfrage an eine muslimische Webseite, die mir im
"ZDF-Forum am Freitag" empfohlen wurde. Von der Muslima Frau
Hadhemi Gafsi bekam ich folgende Antwort:
Ich würde mich sehr auf eine Erklärung von Ihnen freuen, warum diese
Verse ihrer Meinung nach im Widerspruch zur Wissenschaft stehen,
nachdem Sie sich dazu folgende Erläuterungen aus "Die Bedeutung des
Korans", München 1998, SKD-Verlag durchgelesen haben:
Zitat:
Sure 18, 86. "Bis er den Sonnenuntergang erreichte 1, und es
erschien ihm 2, als ob sie In einer schlammigen Quelle unterging. 3
Und er stieß dort auf ein Volk. 4 Wir sprachen: 5 'O Dhul-Qarnain! Du
kannst sie entweder bestrafen oder ihnen Gutes zuteil werden lassen.'"
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1. Dies bedeutet, dass er den entferntesten Punkt in westlicher
Richtung, zu dem er je reisen konnte, erreichte, und zwar auf der Erde
und nicht im Himmel, wie manche Erzähler behaupten. (ibn Kathir)
Dies ist die Stelle am Horizont, hinter der sich die Sonne für den
Zuschauer versteckt, was natürlich für jeden verschieden ist. Während
für die einen diese Stelle hinter einem Berg liegt, ist sie für die
anderen hinter Ozeanen oder Meeren oder hinter den Sandflächen in der
Wüste. (Qutb)
Die erste der drei hier erwähnten Episoden ist seine Reise nach
Westen. "Am Untergang der Sonne ankommen" bedeutet nicht, dass er den
äußersten Westen erreicht hatte, denn so etwas gibt es nicht. Osten
und Westen sind relative Begriffe. Es bedeutet, dass die Expedition
nach Westen durch eine "schlammige Quelle" ein Ende fand. Dies hat die
Kommentatoren verwirrt, und sie haben dies für den finsteren,
stürmischen Ozean gehalten. (Juusuf `Allii)
2. "Wadschada" hat zwei verschiedene Bedeutungen: "er fand" und "er
nahm wahr". Hier ist es in letzterem Sinne gebraucht, so dass der Satz
bedeutet: "es erschien ihm, als ob die Sonne... unterging". (Darjabadi)
3. Wie es dem, der sich auf dem Meer befindet, erscheint, dass die
Sonne hinter dem Ozean untergeht, so erschien es Dhul-Qarnain, als ob
die Sonne in einer finsteren tiefen Grube unterginge. (Asad)
Das wahrscheinlichste ist, dass dies eine Flussmündung war, an der
sich das Gras häuft. Dort steht meistens ein klebriger Schlamm. (Qutb)
"'Ayn? bedeutet in erster Linie "Quelle"; es bedeutet aber auch "Wassermenge". "adschadahaa" habe ich mit "es schien ihm, als ob
(sie unterging)" übersetzt. Vergleiche Rasi und ibn Kasthr, die beide
drauf hinweisen, dass es sich hier um eine Metapher handelt, die auf
der optischen Täuschung beruht, dass die Sonne "im Meer versinkt", und
Rasi erklärt dies ganz korrekt damit, dass die Erde rund ist (seinen
Angaben zufolge wurde diese Klärung bereits in dem -jetzt verloren
gegangenen - Qur'ankommentar von Abu `All Al-'Ubayy, einem
mu`tasilitischen Gelehrten zu Beginn des 10. Jahrhunderts n. Isa.,
angeführt). (Asad)
4. Ein mächtiges Volk. (ibn Kathir) Ein frevelhaftes Volk. (Al-Dschalalain)
Ein Volk, das ungerechte Handlungen aller Art beging. (Asad)
5. War dies eine Offenbarung von Allah oder erkannte er die Lage
der Dinge, als Allah ihn gegen dieses Volk einsetzte? (Qutb)
6. Nachdem Allah ihn die Macht über sie gewinnen ließ und er sie
besiegte, stellte Er ihn vor die Wahl, sie entweder zu töten oder
gefangen zu nehmen, oder aber ihnen die Freiheit zu schenken. (ibn
Kathir)
Er war mächtig und hatte große Möglichkeiten. Hier bekam er
Autorität über ein wildes, unruhiges Volk. Würde er mit den Menschen
streng umgehen und sie strafen, oder würde er um jeden Preis Frieden
suchen, das heißt Gewalt und Unrecht tolerieren, solange sie nicht an
seiner Macht rüttelten? Er wählte noch etwas Besseres, wie aus dem
nächsten Aja hervorgeht. Um die Schwachen und Unschuldigen zu
schützen, strafte er die Schuldigen, aber der dachte stets daran, dass
die wahre Strafe im zukünftigen Leben fällig wird - die wahre und
endgültige Gerechtigkeit vor Allahs Thron. (Juusuf `Allii)
Diese Erlaubnis Allahs, zwischen zwei möglichen Vorgehensweisen zu
wählen, ist nicht nur ein Ausdruck für die Willensfreiheit, die Allah
dem Menschen gegeben hat, sondern begründet auch das wichtige
Rechtsprinzip des "Istihsaan" (Suche nach der am besten durchführbaren
Möglichkeit), das einem Regierenden ermöglicht zu entscheiden, was zum
größten Nutzen der Gesellschaft führt. Dies ist die erste "Lehre" aus
dieser Geschichte. (Asad)
-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-
Sure 18, 90. "Bis er den Sonnenaufgang erreichte 1 und er fand,
dass sie über einem Volk aufging, für das Wir keinen Schutz vor ihm
geschaffen hatten." 2
1. "Sonnenaufgang" hat eine Bedeutung analog zu ?Sonnenuntergang"
in Aja 86; siehe die entsprechende Fußnote. (Juusuf `Allii)
Dies ist der östlichste Punkt seiner Expedition. (Asad)
2. Sie hatten weder Schutz in Form von Kleidung noch in überdachten
Behausungen. Ihr Land konnte keine Gebäude tragen, so verkrochen sie
sich tagsüber in unterirdischen Gewölben, die sie erst am Nachmittag
verließen. (Al-Dschalalain)
Es muss sich dabei um ein offenes, bloßes Land gehandelt haben, wo
es keinen Schutz vor der Sonne gab, weder Berge noch Bäume, so dass
die Menschen unmittelbar der Sonneneinstrahlung ausgesetzt waren.
Diese Beschreibung trifft auf Wüsten und weite ungeschützte
Landstriche zu, jedoch kann mit diesen Angaben das Land geographisch
nicht lokalisiert werden; wir wissen nur, dass es im fernsten Osten
gelegen haben muss. (Qutb)
Soweit das Zitat aus dem Buch Erläuterungen aus "Die Bedeutung des
Korans", München 1998, SKD-Verlag
In einer weiteren E-Mail schrieb Frau Gafsi dazu:
Die von Ihnen erwähnten Verse aus der 18. Sura ab Vers 83 handeln von
Dhul-Qarnain (wörtlich: der mit den zwei Hörnern). Es handelt sich um
den Bynzantiner Alexander, König von Persien und Byzanz. Man bezeichnet
ihn auch als König des Ostens und des Westens und hat ihm daher diesen
Namen "der mit den zwei Hörnern" gegeben, oder auch weil seine Krone
zwei Hörner hatte. Man ist sich darüber uneinig ob er ein Prophet war.
Aber man ist sich darüber einig, dass er ein ehrenvoller, gottergebener
(also muslimischer) und rechtschaffener Mann war.
Soweit Frau Hadhemi Gafsi Webmasterin von
http://www.islam-verstehen.de
Man ist hier leicht geneigt bei der Geschichte vom König mit den zwei
Hörnern den Helm mit den zwei Hörnern hineinzuinterpretieren. Es kann
aber durchaus durch Entzündungen der Kopfhaut zu einer Verstopfung von
Talkdrüsen kommen. Diese Talkdrüsen produzieren weiter Talk und die Haut
bläht sich an dieser Stelle auf, was im Extremfall dann aussieht, als
würde diesem Menschen ein Horn am Kopf wachsen.
Es sei noch hinzugefügt, dass Frau Gafsi keine islamische Theologin
ist, sondern zu diesem Zeitpunkt angehende Diplom-Biologin war, vielleicht
inzwischen Diplombiologin. Ihr Bruder ist Physiker.
Durch die Terroranschläge entsteht ja manchmal das Bild, als hätten
die islamischen Verbände in ihren Reihen nur ungebildete Mitglieder,
Arbeiter aus den Autofabriken oder bei der Müllabfuhr, Einwanderer aus unterentwickelten
islamischen Ländern, Leute, die andere für sich denken lassen. Wer dies
meint, unterschätzt den Islam. Man darf hier nicht übersehen, dass ja
nicht der Koran geglaubt wird, sondern das, was die Theologie daraus
entwickelt hat.
In dem islamkritischen Buch von Ibn Warraq "Warum ich kein Muslim bin"
steht zu der Koransure 18 ab Vers 83 sinngemäß folgendes:
Die Quelle bei der der Prophet seine Anleihe zu dieser Sure genommen
hat, ist u. a. der Alexander-Roman. Die unmittelbare Quelle des
Alexander-Romans ist zu finden in der altsyrischen Literatur, in der
Ballade des Alexander, dessen Quelle letztlich der Alexander-Roman des Pseudo-Calisthenes ist, der vielleicht bis 100 v.Chr. zurückreicht.
Die
altsyrische Version berichtet davon, wie Alexander und sein Koch Andreas
sich aufmachen, um die Quelle des Wassers des Lebens zu finden. Wir
wissen aus der altsyrischen Version der Legende, daß Alexander der
Zweihörnige genannt wurde, weil Gott „auf meinem Haupte Hörner wachsen
ließ, damit ich die Königreiche der Welt damit unterwürfe". Der
qur'anische Bericht fährt damit fort, daß er noch zusätzlich die
Geschichte von Gog und Magog in die Alexandersage hineinbringt. (Vgl. in
der Bibel 1. Mose (Genesis). 10,2; Hesekiel (Ezechiel) 38)
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Die beiden großen
Wasser -----------------
Sure 25, 53 Und Allah ist es, der
die beiden großen Wasser (al-bahraini)
hat strömen lassen (maradscha), - das eine, das süß ist und frisch
schmeckt (furaat), und das andere, das salzig ist und (auf der
Zunge) brennt (udschaadsch), - und (der) zwischen beiden eine
Schranke (barzakh) und ein "verwehrt und verboten" (? hidschran
mahdschuuran) gesetzt hat (so daß die Bereiche des Süß- und des
Salzwassers gegeneinander abgetrennt bleiben). (Siehe auch Sure 35, 12)
Sure 18, 60 - 61 Und (damals) als
Moses zu seinem Burschen (fataa) sagte: "Ich werde nicht aufhören
(zu reisen), bis ich die Stelle erreiche, an der die beiden großen
Wasser zusammenkommen (madschma`a l-bahraini), auch wenn ich
sehr lange unterwegs sein muß." Als die beiden nun die Stelle
erreicht hatten, an der sie zusammenkommen, vergaßen sie ihren
Fisch. Der nahm seinen Weg in das große Wasser (bahr) (und schwamm)
auf und davon (saraban).
Die Stelle in Sure 18, 60 - 61 ist nach
Meinung des Koran-Kritikers Ibn Warraq ebenfalls dem Alexander-Roman
entlehnt (Siehe den Kommentar im vorangegangenen Abschnitt). Im
Alexanderroman geht Alexander mit seinem Burschen auf die Suche nach
dem Wasser des Lebens.
Mit der Stelle in Sure 18, 60 - 61
ist klar, dass es nur eine Stelle gibt, wo die beiden großen Wasser
zusammentreffen. Im Weltbild des Propheten gab es offenbar zwei
Wasserkreisläufe angetrieben durch das Lebensprinzip, den Logos. Einen für das Süßwasser und einen für das
Salzwasser. Beide durch eine Scheidewand / Schranke getrennt. Beide
gespeist aus jeweils einem großen Wasser(becken / strom). Die Stelle, wo die
beiden großen Wasser zusammentreffen (Quellgebiet) muss auf der Erde sein, denn
Moses ist dort hingelaufen.
In einigen Kommentaren ist von Straße
von Gibraltar die Rede. Hier gibt es an der Oberfläche eine
Meeresströmung vom Atlantik in das Mittelmeer. Durch die starke
Strömung und das unterschiedliche spezifische Gewicht von
Mittelmeerwasser und Atlantik gibt es aber auch gleichzeitig eine
gegenläufige Strömung von Mittelmeerwasser in den Atlantik. In
Verbindung mit oft vorherrschenden Westwinden, die sich in der
Straße durch Düsenwirkung verstärken, war sie lange ein für Schiffe
schwer zu überwindendes Hindernis. Schon in der Antike wurde die
Strömung in den Atlantik für Schiffe mit einem Treibanker als Antrieb nutzbar gemacht
(Quelle Wikipedia). Gibraltar und
gegenüber das Atlasgebirge (siehe Atlassage) galt in der
Antike als das Ende der Welt.
Die Interpretation,
dass es sich bei den zwei Strömen um jene bei Gibraltar handelt, ist jedoch heute
nicht mehr haltbar. Bei Gibraltar sind es zwei Salzwasserströme und
nicht Süß- und Salzwasser wie im Koran. Das Problem ist auch, dass
es viele solcher Stellen mit gegensätzlichen Strömungen gibt. Im
Koran aber immer nur von den beiden großen Wassern gesprochen wird.
Ein weiteres Problem ist, dass sich die beiden Wasser, nämlich Süß-
und Salzwasser an der Mündung der Flüsse vermischen.
Aber da nicht sein kann,
was nicht sein darf, nämlich ein Widerspruch des Koran zum
naturwissenschaftlichen Weltbild, fanden die Interpretationskünstler
neue Wege.
Hier nun jene
Interpretation, die mir von einem islamischen Gesprächspartner
zugesandt wurde.
Sure 55, 19 - 20 "Er hat den beiden
Gewässern, die einander begegnen freien Lauf gelassen. Zwischen
ihnen steht eine Scheidewand, so dass sie nicht ineinander
übergreifen."
Unter den Qur´ankommentatoren gab es zwei
verschiedene Meinungen bezüglich der Interpretation dieser Verse.
Die große Mehrheit sagte, dass es sich um Grenzen zwischen Meeren
handelt. Sie sagten, dass in dem Vers: "Er hat den beiden
Gewässern, die einander begegnen freien Lauf gelassen..." das
arabische Wort "maraja", welches hier mit "freien Lauf
gelassen" übersetzt ist und die Bedeutung des deutschen Wortes
"mischen" hat. Und weiter sagen sie, dass der darauffolgende
Vers: "Zwischen ihnen steht eine Scheidewand, so dass sie nicht
ineinander übergreifen." bedeutet, dass keines der beiden sich
begegnenden Meere das andere überflutet.
Diejenigen, die
die zweite Auffassung vertraten antworteten darauf: "Wie kann es
sein, dass zwischen beiden Meeren eine Scheidewand d.h. Grenzwand
besteht und beide sich gegenseitig nicht überfluten, wobei ihr
doch sagt, dass das Wort "maraja" gleichbedeutend mit
"mischen" ist.
Wie können sich
also zwei Meere mischen, wenn zwischen ihnen eine Grenzschicht
ist? Allah (swt) hat doch gesagt, dass keines der Meere das andere
überflutet." Und so meinten die Befürworter dieser zweiten
Auffassung, dass das Wort "maraja" nicht mischen
bedeuten kann.
Schließlich kam
die moderne Wissenschaft und die Meeresforscher entdeckten die
hier angesprochenen Details. Es ist tatsächlich so, dass sich
die beiden Gewässer mischen. Das Wasser des Mittelmeeres tritt
in das Wasser des atlantischen Ozeans ein und umgekehrt.
Zwischen beiden
Meeren gibt es eine schiefe Scheidewand. Durch diese wird das
Wasser des einen Meeres ins jeweils andere Meer transportiert.
Jedoch verliert das transportierte Wasser während des Transports
durch diese Grenzschicht seine ursprünglichen Eigenheiten und
nimmt die Eigenschaften des neuen Meeres an. Und so überflutet
kein Gewässer das andere.
Soweit der
Kommentar.
Eine unbefriedigende Interpretation. Es gibt natürlich keinen
Transport durch die Grenzschicht, sondern das Wasser vermischt sich
durch Verwirbelung. Das Problem bleibt, dass der Koran nur von den
beiden großen Wassern spricht, also nur von zwei Wassern. Wer mehr
daraus macht überinterpretiert den Korantext.
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der demütige
Schatten -----------------
Sure 13, 15 Und vor Allah werfen sich (alle), die im
Himmel und auf Erden sind, - sei es freiwillig, sei es
widerwillig - (in Anbetung) nieder, und (dazu) ihre
Schatten, morgens und abends.
Sure 16, 48 Haben sie denn nicht gesehen, wie die Schatten
dessen, was Allah an Dingen (schai') geschaffen hat, (morgens und
abends) nach rechts und links wandern, indem sie sich demütig vor
Allah niederwerfen?
Al-Fuquaan 45 Hast du denn nicht gesehen, wie dein Herr den
Schatten (in der Frühe) lang werden läßt? Wenn er wollte, hätte er
ihn stillstehen lassen. Hierauf (bei fortschreitender Tageszeit)
machen wir die Sonne zu einem Hinweis auf ihn (so daß man ihn je
nach dem Stand der Sonne bestimmen kann, und umgekehrt?) .
Al-Mursalaat 30 - 31 Begebt euch (am Tag des "Jüngsten Gerichts")
in einen (höllischen) Schatten mit drei Verzweigungen (schu`ab),
der nicht (wirklich) Schatten spendet und vor dem Lodern (des
Höllenfeuers) nicht schützt! "
----------------- Der Himmel /
Die Himmel -----------------
Sure 41, 9 - 12 Sag: Wollt ihr wirklich nicht an den glauben, der
die Erde in zwei Tagen geschaffen hat, und behaupten, daß er
(andere Götter) seinesgleichen (neben sich) habe? Er nur ist der
Herr der Menschen in aller Welt (al-`aalamuun). Und er hat auf
ihr feststehende (Berge) gemacht (die) über ihr (hoch aufragen).
Und er hat sie gesegnet und die Nahrungsmittel (für Mensch und Vieh)
auf ihr (im richtigen Maß) bestimmt. (Das alles hat er) in
(insgesamt) vier Tagen (geschaffen) - eine glatte Rechnung
für diejenigen, die (danach) fragen (? sawaa`an lis-saa`iliena).
Hierauf richtete er sich zum Himmel auf, der (damals noch) aus
(formlosem) Rauch bestand, und sagte zu ihm und zur Erde: "Kommt
her, freiwillig oder widerwillig!" Sie sagten: "Wir kommen
freiwillig". Und er bestimmte, daß es sieben Himmel sein
sollten, (und erschuf diese Himmel) in zwei (weiteren) Tagen.
Und in jedem Himmel gab er die Weisung über das, was darin geschehen
sollte (wa-auhaa fie kulli samaa`in amrahaa). Und den unteren
Himmel versahen wir mit dem Schmuck von Lampen (masaabieh) und
(bestimmten diese auch) zum Schutz (vor neugierigen Satanen).
Das ist (alles) von ihm bestimmt, der mächtig ist und Bescheid weiß.
In diesem Schöpfungsbericht wird die Schöpfung in acht Tagen
vollendet. In anderen Koransuren sind es nur 6 Tage. In der
Interpretation wird aus dem Tag ein Zeitabschnitt, der aber dann
unterschiedlich lang definiert wird, weil nicht sein kann, was
nicht sein darf - ein Widerspruch im Koran.
Auf die Frage, ob sie freiwillig oder widerwillig kommen, antworten
sie (Himmel und Erde): "Wir kommen freiwillig". Erde und Himmel
werden personalisiert, mit einem eigenen Willen versehen, den sie
auf Grund ihrer Funktion (siehe oben) gar nicht haben. Die
Personalisierung der Erde gab es auch in anderen Kulturen der
damaligen Zeit. In der griechischen Mythologie ist es Gäa die
Gemahlin er Uranus und Göttin alles Lebens.
Die Erde wird vor den sieben Himmeln geschaffen. Dies
widerspricht der naturwissenschaftlichen Sichtweise. Die Erde
enthält schwere Elemente. Nach heutiger Kenntnis werden schwere
Elemente nur in Sternen gebildet. Die Erde entstand sozusagen aus
Sternenstaub.
Nach der Sure 41, 9 - 12 bestand der Himmel,
bevor die sieben Himmel geschaffen wurden aus (formlosem) Rauch.
Das Wort (formlos) ist hier hinzugefügt um dann die sieben Himmel
als Schichtenaufbau der Atmosphäre deuten zu können. So deutet
dies jedenfalls der Interpret Harun Yahya. Die Sache hat nur den
Haken, dass in Sure
37, 6 steht "Wir
haben den unteren Himmel mit dem Schmuck der Sterne versehen." Siehe
auch die bereits erwähnte Sure 41, 9 - 12.
Sure 37, 6 - 11 Wir
haben den unteren Himmel mit dem Schmuck der Sterne versehen. 7 und
(diese auch) zum Schutz vor jedem rebellischen Satan (bestimmt). Die
Satane können (auf diese Weise) dem obersten Rat (der Engel) (al-mala'
al-a`laa) nicht zuhören. Vielmehr wirft man von überallher (mit
Sternen?) nach ihnen, um (sie schmählich) zu verjagen. - Und sie
haben (dereinst) eine (ewig) dauernde Strafe zu erwarten. - 10 (Sie
haben keinen Zugang zu dem Wissen, an dem die Engel teilhaben) es sei
denn, einer schnappt (zufällig) etwas auf, worauf ihm ein blendend
heller Feuerbrand hinterherfolgt. Frag sie doch um Auskunft: Waren sie
(in ihrer Eigenschaft als Menschen etwa) schwerer zu erschaffen, oder
die (Wesen), die wir (sonst noch) erschaffen haben? Wir haben sie aus
kompaktem Lehm geschaffen.
Sure 13, 2 Allah ist es,
der die Himmel, ohne daß ihr (irgendwelche) Stützen sehen würdet,
emporgehoben und sich daraufhin auf dem Thron zurechtgesetzt hat
(um die Welt zu regieren). Und er hat die Sonne und den Mond in den
Dienst (der Menschen) gestellt - jedes (der beiden Gestirne) läuft
(seine Bahn) auf eine bestimmte Frist. Er dirigiert (von seinem Thron
aus?) den Logos (amr). Er setzt die Zeichen auseinander. Vielleicht
würdet ihr euch davon überzeugen lassen, daß ihr (dereinst) eurem
Herrn begegnen werdet.
Wenn Allah die Himmel emporgehoben hat, dann hatten die Himmel
ein Gewicht und lagen unten. Die Frage ist: Wo ist unten und
oben im Universum? Da Muhammad seine Worte an seine Landsleute
richtet, die im antiken Weltbild verhaftet sind, beziehen sich seine
Worte auf deren Sichtweise, denn es heißt: Ohne, dass ihr
irgendwelche Stützen sehen würdet.
Sure 11, 7 Und er ist es, der Himmel und Erde in sechs Tagen
geschaffen hat, während sein Thron (bis dahin) über dem Wasser
schwebte, damit er euch (Menschen) auf die Probe stelle (und
sehe), wer von euch am besten handelt. Und wenn du sagst: Ihr werdet
nach dem Tode auferweckt werden, sagen diejenigen, die ungläubig
sind: "Das ist ganz offensichtlich Zauberei."
Ähnlich wie die Bibel geht der Koran von einem Originärgewässer aus
über dem Gott schwebte. In Interpretationen christlicher
Fundamentalisten wird das Wasser in Wasserstoff uminterpretiert.
Sure 25, 59 (Er) der Himmel und Erde, und (alles) was dazwischen
ist, in sechs Tagen geschaffen und sich daraufhin auf dem Thron
zurechtgesetzt hat (um die Welt zu regieren). (Er ist) der
Barmherzige. Frag doch (wenn du irgendwelche Zweifel haben solltest)
einen, der über ihn Bescheid weiß! (Sure 32, 4; Sure 50, 38)
Sure 57, 4 Er ist es, der Himmel und Erde in sechs Tagen
geschaffen und sich daraufhin auf dem Thron zurechtgesetzt hat (um
die Welt zu regieren). Er weiß, was in die Erde eindringt und
aus ihr herauskommt, und was vom Himmel herabkommt und dorthin
aufsteigt. Er ist mit euch, wo ihr auch seid. Allah durchschaut
wohl, was ihr tut.
Was vom Himmel herabkommt . . . Wenn man den Himmel in dieser
Stelle als Universum interpretiert, dann stellt sich die Frage:
Wo ist oben im Universum? Wo ist der Thron Gottes?
Sure 21,30 Haben denn diejenigen, die ungläubig sind,
nicht gesehen, daß Himmel und Erde eine zusammenhängende
Masse (ratq) waren, worauf wir sie getrennt und alles, was
lebendig ist, aus Wasser gemacht haben? Wollen sie denn nicht
glauben?
Von manchen islamischen Interpreten, wie zum Beipiel Harun Yahya
wird in diesen Vers die Urknalltheorie hineininterpretiert (Himmel
und Erde eine zusammenhängende Masse). Dagegen steht die Sure 13, 2,
die erklärt wie Allah Erde und Himmel getrennt hat. Nämlich
indem er den Himmel emporgehoben hat. Im Übrigen wendet sich
Muhammad mit diesem Vers an seine Landsleute, die im antiken Weltbild
verhaftet waren (Haben denn diejenigen, die ungläubig sind, nicht
gesehen).
Sure 51,47 Den Himmel haben wir mit Kraft festgefügt und wir sind wohl imstande ihn zu erweitern.
Der islamische Interpret Haun Yahya
nterpretiert hier die Ausdehnung des Raumes hinein (wir sind imstande den
Himmel zu erweitern).
Im antiken Weltbild war, wie bereits erwähnt
der Himmel ein Gewölbe. Das musste nach damaliger Vorstellung jemand mit
großer Kraft zusammengefügt haben. Um dem leeren Raum (dem Nichts) ein
weiteres Nichts hinzuzufügen wird man wohl keine Kraft benötigen, es sei
denn man muss hier Materie wegdrücken. Bisher kennt man keine Grenze des
Raumes.
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Die Tore des
Himmels -----------------
Sure 54, 11 Da öffneten wir die
Tore des Himmels, daß das Wasser (nur so) strömte,
Und wo Tore sind, da gibt
es natürlich auch Schlüssel.
Sure 39,63 Er hat die
Schlüssel von Himmel und Erde. Diejenigen, die an die Zeichen Allahs
nicht glauben, haben (letzten Endes) den Schaden.
Die Tore des Himmels -
gut bekannt aus der Bibel und aus jenen Deckengemälden in alten
katholischen Kirchen, wo Petrus mit dem
Schlüsselbund herumläuft.
Matthäus 16,19
19 Ich werde dir (Petrus) die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du
auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was
du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.
Jeremia 10:13 (Jer 51,16)
Bei seiner Stimme gibt es durch ihn ein Getöse
von Wassern in den Himmeln, er lässt Dämpfe aufsteigen vom
äußersten Ende der Erde. Er hat sogar Schleusen für den Regen
gemacht, und er bringt den Wind aus seinen Vorratshäusern hervor.
Das möchte
man heute natürlich immer metaphorisch verstanden wissen. Wäre ja zu
peinlich, wenn man hier das antike Weltbild erkennen würde.
Man begegnet
im Dialog mit Muslimen dem ganzen
Arsenal an Interpretationstechniken, die einem von christlichen
Fundamentalisten her geläufig sind. Am häufigsten der
interpretierenden oder besser gesagt der uminterpretierenden Übersetzung. Siehe Link Bibelkritik das
Kapitel "Aus
der Trickkiste der Vertreter des Glaubens".
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Der Himmel am
"Jüngsten Tag" -----------------
Sure 69, 16-17 Und der
Himmel spaltet sich und ist an jenem Tag brüchig. Und die Engel
befinden sich (rundum) an seinem Rand, während hoch oben acht (von
ihnen) an jenem Tag den Thron deines Herrn tragen.
Wenn der Himmel sich am Tag des "Jüngsten Gerichts" spaltet und
brüchig wird und sich die Engel an seinem Rand aufhalten, dann war
der Himmel aus festem Material. Wie dies ja auch die Bibel
beschreibt (Hiob 37,18 ...wölbst du gleich ihm das Wolkenfirmament,
das fest ist wie ein gegossener Spiegel?).
Sure 39, 67 Und sie haben
Allah nicht richtig eingeschätzt. Am Tag der Auferstehung wird er die
ganze Erde in seiner Hand halten, und den Himmel zusammengefaltet in
seiner Rechten. Gepriesen sei er! Er ist erhaben über das, was sie
(ihm an anderen Göttern) beigesellen.
Der Himmel (das Universum) und
die Erde werden als zwei getrennte und offenbar gleich große Einheiten
gesehen. Wir sind aber Teil des Universums, ein winziger Teil. Wenn man
den Himmel zusammenfalten kann, dann war er vorher eine dünne Fläche.
Sure 81, 1-14 Wenn (dereinst) die Sonne (von
Dunkelheit) eingehüllt wird, die Sterne
ihren Glanz verlieren und die Berge sich (von der Stelle) bewegen;
wenn die Kamelstuten, die (bereits) im zehnten Monat trächtig sind,
(in der Wartung) vernachlässigt, die wilden Tiere (alle an einen
Ort) versammelt, die Meere (bis zum Überlaufen) gefüllt (?
sudschirat) und die Seelen (wieder mit ihren Leibern?) gepaart (zuwwidschat)
werden; wenn das Mädchen, das (nach der Geburt) verscharrt worden
ist, gefragt wird, wegen was für einer Schuld man es umgebracht hat;
wenn die Blätter (mit dem Verzeichnis der menschlichen Handlungen)
ausgebreitet werden, der Himmel weggezogen (? kuschitat), der
Höllenbrand (in Erwartung der Sünder) angefacht und das Paradies (an
die Gottesfürchtigen) nahe herangebracht wird, - (wenn all dies
geschieht) bekommt einer zu wissen, was er (an Taten zur Abrechnung)
beigebracht hat.
Sure 75 1 - 12
Nein! Ich rufe zum Zeugen den Tag der Auferstehung. Nein! Ich rufe
zum Zeugen die sich selbst anklagende Seele. Wähnt der Mensch, daß
Wir seine Gebeine nicht sammeln werden? Fürwahr, Wir sind imstande,
(sogar) seine Fingerspitzen zusammenzufügen. Doch der Mensch
wünscht, Sündhaftigkeit vor sich vorauszuschicken. Er fragt: «Wann
wird der Tag der Auferstehung sein?» Wenn das Auge geblendet ist,
Und der Mond sich verfinstert, Und die Sonne und der Mond vereinigt
werden. An jenem Tage wird der Mensch sprechen: «Wohin nun
fliehen?» Nein! keine Zuflucht! (Nur) zu deinem Herrn wird an jenem
Tage die Rückkehr sein.
Und der Mond sich verfinstert, Und die Sonne und der Mond
vereinigt werden . . .
Wenn sich die Sonne dem Mond nähert,
dann sind wir längst verglüht, bevor sie sich vereinigen.
Dazu bekam ich von einem Muslim folgende Antwort:
Ich werde
gerne versuchen, Ihnen ein paar Worte zu Ihrer Frage zu schreiben.
Allerdings werde ich Ihre Frage kaum (in einem engeren Sinne)
"beantworten" können, aber Sie werden weiter unten verstehen, was
ich damit sagen will. Ich kann im Moment auch nur aus dem Gedächtnis
schreiben (d.h. ohne schriftliche Quellen zu zitieren), da ich mich
im Moment in Marokko aufhalte.
Zunächst einmal ist Vorsicht zu gebrauchen bei der Verwendung des
Begriffs "deutsche Übersetzung" (des Qur'âns). Im allgemeinen
islamischen Verständnis ist der Qur'ân nicht 1:1 übersetzbar, da es
nicht möglich ist, die Bedeutungsvielfalt der einzelnen arabischen
Original-Begriffe mit einem einzigen Übersetzungsbegriff zu
erfassen. Ausserdem birgt die Verwendung deutscher Begriffe für
islamologische Fachbegriffe die Gefahr, dass falsche oder
unzulässige Assoziationen beim Leser hervorgerufen werden. Ein
Beispiel: der Begriff "Îmân" wird gerne mit dem deutschen Begriff
"Glaube" übersetzt. Dabei besteht jedoch ein massiver Unterschied
zwischen dem islamischen und z.B. dem christlichen Verständnis
dieser Begriffe.
Daher stellt jeder Versuch der "Übersetzung" des Qur'âns nur eine
von vielen Môglichkeiten dar, den Bedeutungsinhalt wiederzugeben,
die in der Regel auch durch die Intentionen und den religiösen und
sonstigen Background des Übersetzers gefärbt ist. Bitte beachten Sie
dies immer. Ausserdem ist es sinnvoll, immer die Quelle der
Übertragung bzw. den "Übersetzer" zu nennen.
Die von Ihnen zitierten Qur'ânverse beinhalten eine weitere
Schwierigkeit: Es handelt sich um eine Beschreibung der Ereignisse
unmittelbar vor dem Eintreten des "Jüngsten Tages", also um eine
Prophezeiung. Im islamischen Verständnis wird der "Jüngste Tag"
angekündigt durch das Auftreten von 10 bestimmten Ereignissen -
eines davon ist die erwähnte Vereinigung von Sonne und Mond. Man
darf diese Ereignisse jedoch nicht mehr mit unserem gewohnten
naturwissenschaftlichen Verständnis betrachten oder analysieren.
Unmittelbar vor dem Eintreten des "Jüngsten Tages" werden nicht mehr
alle "Naturgesetze" in der gewohnten Weise in Kraft sein. Es handelt
sich um eine Zeit des kompletten Umbruchs, in der nichts mehr so
sein wird wie zuvor.
Daher ist es müßig, diese Verse naturwissenschaftlich interpretieren
zu wollen. Kein Gelehrter kann Ihnen eine Erläuterung des genauen
Ablaufs dieses Phänomens geben. Es könnte sich um eine
metaphorische Beschreibung handeln, oder ein optisch-visuelles
Phänomen, oder einen physischen Vorgang, oder um noch etwas anderes.
Als Muslim akzeptiert man diese Prophezeiungen als gegeben, und wenn
sie mit derzeitigem Verständnis nicht interpretierbar sind, tut
ihnen das zunächst mal keinen Abbruch. Und wenn es erstmal
soweit sein wird, wird jeder das Ereignis als dasjenige
klar erkennen können.
Soweit die Antwort eines Muslims.
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Wie die Nacht den
Tag (einzuholen) sucht -----------------
Sure
36, 40 Und weder steht es der Sonne an,
den Mond einzuholen, noch kommt die Nacht dem Tag zuvor. Alle
(Gestirne) schweben an einem Himmelsgewölbe (falak).
Sure 7, 54 Euer Herr ist Allah, der Himmel und Erde in sechs
Tagen geschaffen und sich daraufhin auf dem Thron zurechtgesetzt
hat (um die Welt zu regieren). Er läßt die Nacht über den Tag
kommen, wobei sie ihn eilends (einzuholen) sucht. Und (er hat)
die Sonne, den Mond und die Sterne (geschaffen) und sie dabei durch
seinen Befehl (amr) in den Dienst (der Menschen) gestellt. Steht
nicht ihm (allein) die Erschaffung (der Welt) und der Befehl (amr)
(über sie) zu? Allah, der Herr der Menschen in aller Welt (al-`aalamuun)
ist voller Segen (tabaaraka).
Wobei sie ihn eilends einzuholen sucht . . . Ein Wettrennen
zwischen Tag und Nacht? Die Zeitdauer eines Laufs bestimmt demnach
die Tages- bzw. die Nachtlänge, die Dauer der Wirksamkeit der beiden
personalisierten Naturgewalten. Jedenfalls gemäß dieser Übersetzung.
Sure 39, 5 Er hat Himmel und
Erde wirklich (und wahrhaftig) geschaffen. Er deckt die Nacht über
den Tag und (umgekehrt) den Tag über die Nacht. Und er hat die Sonne
und den Mond in den Dienst (der Menschen) gestellt - jedes (der
beiden Gestirne) läuft (seine Bahn) auf eine bestimmte Frist. Ja, er
ist der, der mächtig ist und (immer) bereit zu vergeben.
Sure 36, 37 Und ein
Zeichen ist für sie die Nacht, von der wir den Tag (mit seiner
Helligkeit) wegziehen, worauf sie sich plötzlich im Dunkeln befinden.
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Die Stationen des
Mondes -----------------
Sure 10, 5 Er ist es, der die Sonne zur Helligkeit (am Tag) und
den Mond zu Licht (bei Nacht) gemacht und Stationen (in einer
anderen Übersetzung Wohnungen) für ihn bestimmt hat, damit ihr
über die Zahl der Jahre und die Berechnung (der Zeit) Bescheid wißt.
Allah hat dies wirklich (und wahrhaftig) geschaffen. Er setzt die
Zeichen auseinander für Leute, die Bescheid wissen.
Sure 36, 39 Und für den Mond
haben wir Stationen bestimmt (die er durchläuft), bis er
schließlich (schmal und gekrümmt) wird wie ein alter Dattelrispenstiel
(`urdschuun).
Sure 25,61 Voller Segen ist er (tabaaraka),
der am Himmel Türme, und der daran eine Leuchte (des
Tages) und einen (bei Nacht) hell scheinenden Mond angebracht
hat.
Andere Übersetzung: Gesegnet
sei der, welcher im Himmel Burgen machte und eine Lampe in ihm machte
und einen leuchtenden Mond
Sure 6, 96 (Er ist es)
der die Morgendämmerung spaltet (so daß das Tageslicht zum
Vorschein kommt), und er hat die Nacht zur Ruhe gemacht, und die Sonne
und den Mond (als Mittel) zur Berechnung (der Zeit). Das ist (alles) von
ihm bestimmt, der mächtig ist und Bescheid weiß.
Aus Sicht des antiken Weltbild war das Licht des Mondes jeden Tag in
einem anderen Gebäude mit unterschiedlich gestalteten Fenstern zu
sehen.
Um diesen Widerspruch zum antiken Weltbild zu eliminieren, wird
Stationen mit Stadien übersetzt. Ebenso wird bei der Übersetzung
darauf geachtet, dass der Mond kein eigenes Licht hat.
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Die Berge
weigerten sich und hatten Angst -----------------
Sure 33,72 Wir haben (nach Beendigung des Schöpfungswerkes) das
Gut (des Heils?), das (der Welt) anvertraut werden sollte (al-amaana),
(zuerst) dem Himmel, der Erde und den Bergen angetragen. Sie aber
weigerten sich, es auf sich zu nehmen, und hatten Angst davor.
Doch der Mensch nahm es (ohne Bedenken) auf sich. Er ist ja wirklich
frevelhaft und töricht (zaluuman dschahuulan).
Die Berge weigerten sich und hatten Angst? In der
griechischen Mythologie gibt es die Perseus-Sage, wonach der
Halbgott Perseus der Medusa das Haupt abgeschlagen hat. Einem
Ungeheuer bei dessen Anblick jeder zu Stein verwandelt wurde.
Perseus verwahrte dieses Haupt in einem Sack und verwendete es nun
als Waffe. Zur Perseus-Sage gehört auch ein
Besuch bei König Atlas (Atlas wird auch genannt als Titane,
Bruder des Prometheus und Träger des Himmelsgewölbes).
Zitat aus den griechischen Heldensagen nach Gustav Schwab:
Perseus flog nun weiter westwärts und senkte sich endlich im Reiche
des Königs Atlas nieder, um ein wenig zu rasten. Dieser hütete einen
Hain voll goldener Früchte mit einem gewaltigen Drachen. Umsonst bat
der Besieger der Gorgone (Medusa) ihn um ein Obdach. Für sein
goldenes Besitztum bange, stieß ihn Atlas unbarmherzig von seinem
Palaste fort. Da ergrimmte Perseus und sprach: «Du willst mir
nichts gönnen: empfange du wenigstens ein Geschenk von mir.» Er
holte die Gorgo (Medua) aus seinem Schubsacke hervor, wandte sich ab
und streckte sie dem König Atlas entgegen. Groß wie der König war,
wurde er augenblicklich zu Stein und in einen Berg verwandelt, Bart
und Haupthaar dehnten sich zu Wäldern aus; Schultern, Hände und
Gebein wurden Felsrücken; sein Haupt wuchs als hoher Gipfel in die
Wolken. Soweit das Zitat.
Solche Sagen über die Entstehung von Bergen aus zu Stein
gewordenen Königen gibt es haufenweise. Siehe die Watzmann-Sage. Man
kann sich gut vorstellen, dass auch Muhammad einige dieser Sagen
kannte. Als zu Stein gewordene Könige / Engel . . . können Berge
Angst haben.
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Damit die Erde
nicht ins Schwanken kommt -----------------
Sure
31,10
Er hat (hoch oben) die
Himmel geschaffen, ohne daß ihr (irgendwelche) Stützen sehen würdet.
Und er hat auf der Erde feststehende (Berge) angebracht, damit
sie mit euch nicht ins Schwanken komme, und auf ihr allerlei
Getier sich ausbreiten lassen. Und wir haben vom Himmel Wasser
herabkommen lassen und auf ihr allerlei herrliche Arten (von
Pflanzen und Früchten) wachsen lassen.S ure
16, 15 Und er hat auf der Erde feststehende (Berge) angebracht, damit
sie mit euch nicht ins Schwanken komme, und Flüsse und Wege. Vielleicht
würdet ihr euch rechtleiten lassen.
Islamische Interpreten wie Harun Yahya sehen die naturwissenschaftliche
Erkenntnis bestätigt, dass Bergmassive, wie die Alpen, tiefer ins Magma
der Erde hineinreichen als das flache Land.
Nach dem antiken Weltbild schwimmt die Erde auf dem Wasser. Jeder die
in die Erde ein tiefes Loch gräbt merkt, dass es sich unten mit
Grundwasser füllt. Damit sie nicht absäuft, steht sie auf Säulen /
Fundamenten, die wiederum auf festem Grund stehen.
Psalm 75,4 Die Erde mit allen, die auf ihr wohnen, mag
wanken; doch ich selbst habe ihre Säulen auf festen Grund
gestellt.» [Sela]
Muhammad kannte die Psalmen, denn er erwähnt sie..
Sure 4, 163 Wir haben dir (Offenbarungen) eingegeben (ebenso) wie
(früher) dem Noah und den Propheten nach ihm: Abraham, Ismael, Isaak,
Jakob und den Stämmen (Israels), Jesus, Hiob, Jonas, Aaron und Salomo.
Und dem David haben wir einen Psalter (zabuur) gegeben.
Aus meiner Sicht ging Muhammad wohl davon aus, dass das, was er feststehend nennt, zum
Teil sichtbar ist, aber eben wie das Fundament eines Hauses (feststehende)
tief hinabreicht bis auf felsigen Untergrund. Er spricht ja genau genommen
nicht von Bergen.
Heute weiß man, dass die Erde einen Umfang von ca 40000 km hat, also
einen Durchmesser von ca 12700 km. Da sind die 8 km eines Mount Everest noch
nicht einmal 1 tausendstel. Schwankungen in der Erdumlaufbahn um die Sonne
durch den Mond (Erde und Mond bilden ein Doppelgestirn) werden dadurch
nicht ausgeglichen. Auch jene Schwankungen, die durch die Anziehungskraft
des Mondes entstehen (ca 20 cm wird die Erde dadurch angehoben nach
Satellitenmessungen) werden dadurch nicht beeinflusst. Dort wo Berge durch
die Kontinentaldrift entstanden sind oder wo Vulkane zu Bergen geworden
sind gibt es trotz bzw. gerade wegen dieser Berge Erdbeben. Siehe im ZDF (www.zdf.de)
die Sendungen zu TerraX, speziell die Sendung zum Vesuv. Siehe auch das
schwere Erdbeben, das sich in Friaul (Oberitalien) Mitte der siebziger
Jahre ereignete. Wenn ich mich recht entsinne war es 1976. Erdbeben werden
dadurch nicht ausgeschlossen.
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Allahs Licht
brennt mit Öl -----------------
Sure 24, 35 Allah ist das
Licht von Himmel und Erde. Sein Licht ist einer Nische zu vergleichen,
mit einer Lampe darin. Die Lampe ist von Glas umgeben, das (so
blank) ist, wie wenn es ein funkelnder Stern wäre. Sie brennt (mit
Öl) von einem gesegneten Baum, einem Ölbaum, der weder östlich noch
westlich ist, und dessen Öl fast schon hell gibt, (noch) ohne daß
(überhaupt) Feuer darangekommen ist, - Licht über Licht. Allah führt
seinem Licht zu, wen er will. Und er prägt den Menschen die Gleichnisse.
Allah weiß über alles Bescheid.
Ein seltsames Gleichnis. Man kann hier natürlich den heutigen
Reichtum einiger islamischer Länder durch das Öl
hineininterpretieren. Ein Reichtum, der sicherlich auch zur
Verbreitung des Islams beiträgt.
In der Offenbarung der Bibel, die eindeutig
das antike Weltbild widerspiegelt (siehe
Gottesbild und Weltbild im alten Israel), ist von sieben Feuern
die Rede, die die sieben Leben Gottes darstellen.
Bibel-Offenbarung 4,5
Von dem Thron gingen Blitze, Stimmen und Donner aus. Und sieben
lodernde Fackeln brannten vor dem Thron; das sind die sieben Geister
Gottes.
----------------- Blind ist vielmehr
das Herz in der Brust -----------------
Die Annahme, dass im Herz und nicht das Gehirn die Gesinnung des Menschen / seine Gedanken
gebildet werden, entspricht dem antiken Weltbild. Die bayerischen Könige
haben deshalb ihrer Herzen und nicht ihr Gehirn in kostbaren Gefäßen in
dem Wallfahrtsort Altötting aufstellen lassen. Die Bibel ist hier ein
Dokument dieses Zeitgeistes. Wobei man dazu sagen muss, dass in manchen
Bibelübersetzungen das Wort Herz mit Gesinnung übersetzt wird und so das
antike Weltbild verschleiert wird. Aber im Deutschen haben sich bis heute
Redewendungen wie "ein Herz und eine Seele", "Herzensangelegenheit",
engherzig", "auf
Herz und Nieren geprüft" . . . erhalten. Redewendungen, die auf das antike
Weltbild zurückgehen und zum Teil aus der Bibel stammen.
Psalm 26:2 "Prüfe mich, Herr, und erprobe mich, erforsche meine
Nieren und mein Herz."
Jeremia 20:12 "Und nun, Herr Zebaoth, der du die Gerechten
prüfst, Nieren und Herz durchschaust: Lass mich deine Vergeltung
an ihnen sehen; denn ich habe dir meine Sache befohlen."
1.Johannes 3:19-20 "Daran erkennen wir, dass wir aus der Wahrheit
sind, und können unser Herz vor ihm damit zum Schweigen bringen, dass
wenn uns unser Herz verdammt, Gott größer ist als unser Herz
und erkennt alle Dinge."
Auch der Koran ist das Herz der Ort der Gesinnung bzw. der Seele
Sure 22 Al-Hadsch 46 Sind sie denn nicht im Land umhergezogen mit
einem Herzen, mit dem sie hätten verstehen, und mit Ohren, mit denen sie
hätten hören können? (Aber nein, sie sind mit Blindheit geschlagen.)
Nicht die Augen sind (bei ihnen) blind. Blind ist vielmehr das Herz
(das sie) in der Brust (haben).
Sure 2 Al-Baqara 93 Und (damals) als wir eure Verpflichtung
entgegennahmen und den Berg (Sinai) über euch emporhoben (indem wir euch
aufforderten:) "Haltet, was wir euch (als Offenbarung) gegeben haben,
fest (in eurem Besitz) und hört (auf die Gebote, die darin verzeichnet
sind)!" Sie sagten: "Wir hören und sind widerspenstig." Und sie bekamen
(zur Strafe) für ihren Unglauben das Kalb in ihr Herz zu trinken.
Sag: Schlimm ist, was euer Glaube euch befiehlt, wenn (anders) ihr
gläubig seid.
Sure 2 Al-Baqara 283 Und wenn ihr auf einer Reise (unterwegs) seid
und keinen Schreiber findet, ist ein Draufgeld(?) zu nehmen (fa-rihaanun
maqbuudatun). Und wenn einer von euch einem anderen (einen
Vermögenswert) anvertraut, soll der Empfänger das ihm anvertraute Gut
(nach Ablauf der verabredeten Frist dem Eigentümer wieder) aushändigen
und Allah, seinen Herrn, fürchten. Und unterschlagt keine Zeugenaussage!
Wer eine unterschlägt, dessen Herz ist sündig. Allah weiß
Bescheid über das, was ihr tut.
Sure 3 Aal-'Imraan 8 Herr! Laß unser Herz nicht (vom rechten Weg)
abschweifen, nachdem du uns rechtgeleitet hast! Und schenk uns
Barmherzigkeit von dir! Du bist gewohnt zu schenken (al-wahhaab).
Sure 6 Al-An'aam 25 Und unter ihnen gibt es welche, die hören dir zu.
Aber wir haben über ihr Herz eine Hülle und in ihre Ohren
Schwerhörigkeit gelegt, so daß sie es nicht verstehen. Wenn sie auch
jedes (nur denkbare) Zeichen sehen, glauben sie nicht daran. Und nun
kamen sie schließlich zu dir, um mit dir zu streiten. Diejenigen, die
ungläubig sind, sagen: "Das (was du uns als Offenbarnng vorträgst) sind
nichts als die Schriften der früheren (Generationen)."
Sure 49 Al-Hudschurat 3 Denen, die ihre Stimme in Gegenwart des
Gesandten Allahs dämpfen, hat Allah das Herz im Hinblick auf die
Gottesfurcht einer Prüfung unterzogen (und sie haben die Prüfung
bestanden). Sie haben (dereinst) Vergebung und gewaltigen Lohn zu
erwarten.
Man muss sich immer vor Augen halten, dass Mohammed dies zu Menschen
sagt, die im antiken Weltbild verhaftet sind. Mohammed korrigiert an
keiner Stelle dieses Weltbild.
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Wenn die
Seele bis zur Kehle hoch kommt -----------------
Gemäß der Vorstellung, dass im Herz die Gesinnung / die Seele wohnt,
verlässt sie beim Tod den Körper indem sie die Kehle hochsteigt.
Sure 56 Al-Waqi'a 83 Warum (greift ihr denn) nicht (ein), wenn (es
bei einem von euch aufs Sterben geht und) die Seele (im Begriff,
dem Körper zu entweichen) bis zur Kehle (hoch) gekommen ist,
Sure 75 Al-Qiyama 26 Nein! Wenn die Seele (im Begriff, dem Körper
zu entweichen) bis zum Schlüsselbein (hoch) kommt.
Die Seele entweicht also nach dieser Vorstellung über die Atmung und
befand sich vorher im Brustkorb. Gemäß der Thora, sowie nach der
Vorstellung des antiken Weltbilds, wurde der Lebensgeit (Odem = Windhauch)
in den Menschen hineingeblasen wurde.
1. Mose (Genesis) 2,7 Da formte Gott, der Herr, den Menschen aus Erde
vom Ackerboden und blies in seine Nase den Lebensatem (Odem). So
wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen.
Dieser Odem gehört nach antiker jüdischer Vorstellung zu den
Winddämonen. Im Neuen Testament steht für Seele das griechische Wort
pneuma = Windhauch
Hesekiel 37:5-10 So spricht Gott der HERR zu diesen Gebeinen: Siehe,
ich will Odem in euch bringen, daß ihr wieder lebendig werdet. Ich will
euch Sehnen geben und lasse Fleisch über euch wachsen und überziehe euch
mit Haut und will euch Odem geben, daß ihr wieder lebendig werdet; und
ihr sollt erfahren, daß ich der HERR bin. Und ich weissagte, wie mir
befohlen war. Und siehe, da rauschte es, als ich weissagte, und siehe,
es regte sich, und die Gebeine rückten zusammen, Gebein zu Gebein. Und
ich sah, und siehe, es wuchsen Sehnen und Fleisch darauf, und sie wurden
mit Haut überzogen; es war aber noch kein Odem in ihnen. Und er sprach
zu mir: Weissage zum Odem; weissage, du Menschenkind, und sprich zum
Odem: So spricht Gott der HERR: Odem, komm herzu von den vier Winden
(den vier Winddämonen) und blase diese Getöteten an, daß sie wieder
lebendig werden! Und ich weissagte, wie er mir befohlen hatte. Da
kam der Odem in sie, und sie wurden wieder lebendig und stellten sich
auf ihre Füße, ein überaus großes Heer.
Nun betrachten wir vor diesem weltanschaulichem Hintergrund einige Koranstellen.
Sure 5, 110 „Einst sprach Gott zu Jesus, Marias Sohn: "Gedenke
der Gunst, die Ich dir und deiner Mutter erwiesen habe, daß Ich dich
durch den Heiligen Geist unterstützt habe, daß du in der Wiege zu den
Menschen sprachst und im Mannesalter; daß Ich dich die Schrift, die
Weisheit, die Thora und das Evangelium gelehrt habe; daß du aus Lehm
Vogelfiguren mit Meiner Erlaubnis schufst und ihnen Leben einhauchtest;
so wurden sie Vögel mit Meiner Erlaubnis; du hast mit Meiner
Erlaubnis den Blinden und den Aussätzigen geheilt; und die Toten ins
Leben gerufen mit Meiner Erlaubnis; denke daran, wie Ich die Kinder
Israels davon abhielt, dich zu töten; du hast ihnen die leuchtenden
Zeichen gebracht; da sagten die Ungläubigen unter ihnen: "Das ist
eindeutig Zauberei“.
Sure 15, 29 Wenn ich ihn
dann geformt und ihm Geist von mir eingeblasen habe, dann fallt
(voller Ehrfurcht) vor ihm nieder (qa`uu lahuu saadschidiena)!"
Sure 21, 91 Und (weiter
Maria) die sich keusch hielt. Da bliesen wir ihr Geist von uns ein
und machten sie und ihren Sohn zu einem Zeichen für die Menschen in
aller Welt (al-`aalamuun).
Sure 32, 9 und ihn hierauf
(zu menschlicher Gestalt) geformt und ihm Geist von sich eingeblasen hat,
und (der) euch Gehör, Gesicht und Verstand gegeben hat. Wie wenig
dankbar seid ihr!
Sure 38, 72 Wenn ich ihn
dann geformt und ihm Geist von mir eingeblasen habe, dann fallt
(voller Ehrfurcht) vor ihm nieder (qa`uu lahuu saadschidiena)!"
Sure 66, 12 Und (ein weiteres
Beispiel für die Gläubigen hat Allah aufgestellt) in Maria (Maryam), der
Tochter `Imraans, die sich keusch hielt, worauf wir ihr Geist von uns
einbliesen. Und sie glaubte an die Worte ihres Herrn und an seine
Schriften und gehörte zu denen, die (Allah) demütig ergeben sind.
Sure 17, 85 Man fragt dich
nach dem Geist. Sag: Der Geist ist Logos (amr) von meinem Herrn.
Aber ihr habt nur wenig Wissen erhalten.
----------------- Was heißt
unfruchtbar? -----------------
Sure 3, 40 Er sagte: "Herr! wie soll ich (noch) einen
Jungen bekommen, wo ich hochbetagt geworden bin und
meine Frau unfruchtbar ist?" Er sagte: "Das ist Allahs Art (zu
handeln). Er tut, was er will"
Weitere Stellen wo von der Unfruchtbarkeit der Frau die Rede ist: Sure
19, 5 und 8 und Sure 51, 29
Auch der Koran verwendet hier das Wort unfruchtbar für die Frau,
während Abraham (im Koran Ibrahim) den Sachverhalt der
Zeugungsunfähigkeit damit umschreibt, dass er hochbetagt ist.
Bei der Beschreibung der Entwicklungsstadien des Menschen
im Koran fehlt auch ein ganz wesentlicher Schritt, die Vereinigung
von Ei- und Samenzelle.
Sure 23, 14 Hierauf schufen wir den Tropfen
zu einem Embryo, diesen zu einem Fötus und diesen zu Knochen. Und wir
bekleideten die Knochen mit Fleisch. Hierauf ließen wir ihn als neues
Geschöpf entstehen. So ist Allah voller Segen (fa-tabaaraka llaahu).
Er kann am schönsten erschaffen.
Sure 22, 5 Ihr Menschen! Wenn ihr wegen der
Auferweckung (der Toten) im Zweifel seid (so bedenket): Wir haben
euch (ursprünglich) aus Erde geschaffen, hierauf aus einem Tropfen
(Sperma), hierauf aus einem Embryo, hierauf aus einem Fötus,
wohlgestaltet oder auch ungestaltet, um euch Klarheit zu geben. Und
wir lassen, was wir wollen, bis zu einer bestimmten Frist (im
Mutterleib) verweilen. Hierauf lassen wir euch als Kind (aus dem
Mutterleib) herauskommen. Hierauf sollt ihr (heranwachsen und) mannbar
werden. Und der eine von euch wird (frühzeitig) abberufen, ein anderer
erreicht das erbärmlichste Greisenalter, so daß er, nachdem er (vorher)
Wissen gehabt hat, nichts (mehr) weiß. Und du siehst, daß die Erde
erstarrt ist (und kein Leben mehr zeigt). Wenn wir dann Wasser (vom
Himmel) auf sie herabkommen lassen, gerät sie (mit ihrer Vegetation) in
Bewegung, treibt und läßt allerlei herrliche Arten (von Pflanzen und
Früchten) wachsen.
Der Mann steuert mit der Samenzelle nur die
Hälfte des zukünftigen Zellkerns bei. Die Frau steuert zudem den
Zellkörper, insbesondere die Mitochondrien bei. Die Mitochondrien-DNA wird nur über die weibliche Linie vererbt. Bei der
Namensgebung wäre es daher korrekt beide Namen zu nennen, den der
Frau zuerst. Statt dessen wurde bei der Namensgebung gemäß dem
damaligen Weltbild nur der Mann berücksichtigt und der Koran
dokumentiert diese Sichtweise auch damit, dass er nur den
Samentropfen des Mannes erwähnt. Man glaubte damals, dass die Frau
mit der Gebärmutter nur den fruchtbare Boden bereitstellt, auf dem
der Samen des Mannes wächst, sofern die Fruchtbarkeit gegeben ist.
Daher spricht auch der Koran von der Unfruchtbarkeit der Frau.
Im Unterschied zum Christentum, wo Gott immer das
Vollkommene schafft, ist im Koran auch die Missgeburt das Werk
Allahs (Sure 22, 5 ... wohlgestaltet oder ungestaltet.). Siehe auch
Sure 3, 6 Er ist es,
der euch im Mutterleib gestaltet, wie er will. Es gibt keinen Gott
außer ihm. (Er ist) der Mächtige und Weise.
Der Koran spricht zwar auch davon, dass Allah unfruchtbar macht wen er
will. Aber das macht ja nur bei einer Frau Sinn.
Sure 42, 50 oder sie zu Paaren macht (yuzauwidschuhum) (so daß ein
und derselbe) männliche und weibliche (Kinder bekommt), oder nach
Belieben jemand unfruchtbar macht (so daß er überhaupt keine
Kinder bekommt). Er weiß und kann (alles).
Bei der Schöpfung des ersten Menschen aus Ton gleich dem der
Töpferware ist nur als Wunder zu rechtfertigen. Ebenso, dass Allah
die Frau aus dem Mann klont. Die unterschiedlichen Blutgruppen,
Gewebetypen, . . . sind nur aus einem Evolutionsprozess
erklärbar, bei dem sich Gruppen isoliert weiterentwickelt
haben. Die Evolutionstheorie wird jedoch von den meisten
islamischen Gruppen abgelehnt.
Sure 55,14 (Ar-Rahmaan) Er hat
den Menschen aus Ton gleich (dem) der Töpferware geschaffen,
Sure 39, 6 Er hat euch aus einem
einzigen Wesen geschaffen und hierauf aus ihm seine Gattin gemacht. Und er schuf für euch
acht Haustiere in Paaren. Er
erschafft euch im Leib eurer Mutter in einem Schöpfungsakt nach dem
andern (khalqan ba`da khalqin), (wobei ihr euch, ehe ihr das Licht
der Welt erblickt, nacheinander) in dreierlei Finsternis (befindet).
So (zaalikum) ist Allah, euer Herr. Er hat die Herrschaft (über
Himmel und Erde). Es gibt keinen Gott außer ihm. Wie könnt ihr euch
(vom rechten Weg) so abbringen lassen?
Acht Haustiere - da hat er wohl die
Insekten nicht eingerechnet. Selbst wenn man Haustiere mit Nutztiere
übersetzt kommt man auf mehr als acht Tierarten, denn auch eine
Schlange ist ein Nutztier, wenn man daraus ein Serum gewinnen kann.
Quellenverzeichnis:
Ibn Warraq: Warum ich kein
Muslim bin
Mehr dazu siehe
http://www.matthes-seitz-berlin.de/books/muslim.html
Koranübersetzung als CD + einem Programm der
Global Islamic Software Company Version 6.41
Koran-Übersetzung des VMA-Verlags Wiesbaden
Übersetzung von Max Henning
Die Einheitsübersetzung der Bibel
weitere Quellenangaben im Text
weiterführende Texte unter
http://www.ex-muslime.de/indexArchiv.html auf der Webseite der
Exmuslime
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