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Das zusammengeschusterte "heilige Buch" Die Sprachen der Bibel |
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1) Sprachen des alten Testaments
Das AT wurde überwiegend in Hebräisch geschrieben. Bis zur Zerstörung Jerusalems durch Nebukadnezar (587 v.Chr.) war Hebräisch die Umgangs- und Schriftsprache der jüdischen Bevölkerung Palästinas. Deutlich wird dies bei der Rede des Rabschaken vor Jerusalem, als die Obersten des Volkes ihn baten, aramäisch zu sprechen, damit nicht das ganze Volk ihn verstehen könne.
Wie Aramäisch und Arabisch ist auch Hebräisch ein Hauptzweig der semitischen Sprachfamilie. Aramäisch, das im Nordosten Kanaans gesprochen wurde, verdrängte während des Exils mehr und mehr Hebräisch als Umgangssprache. Schließlich wurde Hebräisch nur noch im Gottesdienst gebraucht. So findet sich neben Hebräisch auch Aramäisch im AT. Es handelt sich dabei um folgende Abschnitte:
Die Muttersprache von Jesus war Aramäisch. Schon zu seiner Zeit gab es nur noch vereinzelt Menschen mit hebräischer Muttersprache. Sie war nur noch die Sprache in religiösen Büchern und Gebeten. Selbst in den Synagogen wurden die hebräischen Texte nach der "Textlese" vor der Predigt in das Aramäische übersetzt. Im Jahre 1881 wurde Ittamar ben Awi in Jerusalem geboren. Sein Vater, ein hebräischer Gelehrter, sprach nur Hebräisch mit ihm. Er war der erste Mensch der Neuzeit, der als Muttersprache Hebräisch redete. Das moderne Hebräisch (sogenanntes Ivrit) hat zwar einige Veränderungen und vor allem Erweiterungen erfahren, ist aber dennoch im Kern die Sprache der Könige und Propheten des AT. Die Jerusalemer Sprachakademie versucht, auf der Basis der at-lichen Sprache immer wieder neue, logische und einpassungsfähige Wörter und Wendungen zu schaffen. Man sagt, daß vom klassischen Hebräisch zum Ivrit ein kürzerer Weg liege als von der Sprache Luthers zum Deutsch der Gegenwart! 2) Sprache des neuen TestamentsDas NT wurde in griechischer Sprache geschrieben. Hier haben wir es jedoch nicht mehr mit dem klassischen Griechisch der Philosophen zu tun, sondern mit einem späteren Dialekt, der sogenannten Koine. Die Eroberungszüge Alexander des Großen hinterließen nicht nur in der ganzen damals bekannten Welt des Mittelmeerraumes und Vorderasiens griechische Städte und Verwaltungen, sondern es entwickelte sich Koine auch zur Umgangssprache aller Nationen. Natürlich hob sie die jeweiligen regionalen Volkssprachen nicht auf, aber sie stand gleichberechtigt daneben. Quelle: www.theo-notizen.de |