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Das zusammengeschusterte "heilige Buch" Die Einteilung der Bibel |
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Zunächst finden wir in der Bibel zwei Teile: Altes Testament: bis zum 1. Kommen Jesu ChristiNeues Testament: seit dem 1. Kommen Jesu ChristiDer Begriff "Testament" kommt aus der lateinischen Sprache und bedeutet "Bund" oder auch "Bündnis". Wir beachten jedoch, daß es im "Alten Bund" keineswegs nur ein Bündnis gab. Gott schloß einen Bund mit Adam, Noah, Abraham, Israel (Mose) und David. Alle diese Bündnisse sind im AT enthalten. Jedoch nimmt inhaltsmäßig der Sinai-Bund den größten Raum ein. Das NT kennt auch das AT:
Außer dieser groben Einteilung ist die Bibel in einzelne Bücher, in Kapitel und Verse unterteilt. Die heutige Kapiteleinteilung wird von den meisten Bibelauslegern Langton, Erzbischof von Canterbury (1227) zugeschrieben. Nicht ganz so alt sind die Verseinteilungen. Sie wurden vermutlich von R. Stephanus, einem Buchdrucker, um 1551 eingeführt. Wir wollen beachten, daß diese Hilfsmittel nicht inspirierter Bestandteil der Bibel sind. Sie dienen uns als Hilfe, jedoch sollten wir uns nicht darauf verlassen, daß ein Gedankengang wirklich am Vers- bzw. Kapitelende abgeschlossen ist. a) Altes Testament (AT) Unsere häufigste deutsche Übersetzung , die Lutherbibel (die Gesamtausgabe erschien 1534 zum ersten Mal), teilt das AT in drei Buchgruppen ein:
Nach dieser Einteilung umfaßt das AT 39 Bücher. Die Reihenfolge dieser Bücher in unserem deutschen AT geht auf die griechische Übersetzung (Septuaginta) des AT zurück, die in den Urgemeinden benutzt wurde. Sie war folgendermaßen eingeteilt:
Die hebräische Einteilung des AT kennt nur 24 Bücher. Es gibt nur je ein Buch für: 1. + 2. Samuel, 1. + 2. Könige, 1. + 2. Chronik, Esra + Nehemia und die 12 kleinen Propheten. Die Einteilung mit ihren hebräischen Namen und Büchern:
Wir finden diese Einteilung in der Bibel erwähnt:
Alle Bestandteile des AT werden erwähnt in:
Ähnlich dem AT teilt die Lutherbibel auch das NT ein:
Das NT umfaßt 27 Bücher. Dabei fällt auf, daß Luther im Gegensatz zu allen anderen Bibelausgaben den Hebräer- und Jakobusbrief hinter die 3 Johannesbriefe gesetzt hat. Er begründete es beim Hebräerbrief mit der fehlenden Verfasserangabe und beim Jakobusbrief mit der Tatsache, daß der Opfertod von Jesus und seine Auferstehung nicht erwähnt werden. Luther zum Jakobusbrief: "Diese Epistel, wiewohl sie von den Alten verworfen ist, lobe ich und halte sie für gut, darum daß sie gar keine Menschenlehre setzt und Gottes Gesetz hart treibt. Eine rechte stroherne Epistel, ein Gegensatz zu den andern, die dir Christum zeigen und alles lehren, das dir zu wissen not und selig ist." Quelle: www.theo-notizen.de |