Jesus von Nazareth
Teil 2

Textmarken: Weissagungen,    Propheten - Geisteskranke oder Träumer 


Weissagungen, die auf Jesus hindeuten

Mein Freund, das grad' ist Dichters Werk,

Daß er sein Träumen deut' und merk'.

Glaubt mir, des Menschen wahrster Wahn

Wird ihm im Traume aufgetan:

All' Dichtkunst und Poeterei

Ist nichts als Wahrtraum-Deuterei.

 

Hans Sachs

Von den Zeugen Jehovas gibt es eine zweieinhalb Seiten lange Liste mit Prophezeiungen, die sich alle erfüllt haben. Wenn man diese Fülle an Material sieht, ist es einem im ersten Moment schier unbegreiflich, daß es noch heute überzeugte Anhänger der alten jüdischen Religion gibt. Diesen verblendeten Menschen muß man doch helfen können, wenn man ihnen einige dieser Bibelstellen vorträgt.

z. B. die Weissagung: Geboren im Stamm Juda.

1. Mose 49:10 Matthäus 1:2-16

Lukas 3:23-33

Hebräer 7:14

Im ersten Buch Mose macht Jakob kurz vor seinem Tod einige Prophezeiungen, die die zwölf Stämme Israels betreffen.

1. Mose 49:1

Später rief Jakob seine Söhne und sprach: "Versammelt euch, damit ich euch mitteile, was euch im Schlußteil der Tage widerfahren wird.

In der Lutherbibel wird Schilo aus 1. Mose 49 mit "der Held" übersetzt. Schilo wird in der 2. Chronik 9:29 auch als Ortschaft genannt.

2. Chronik 9:29

Die übrige Geschichte Salomos, die frühere und die spätere, ist aufgezeichnet in der Geschichte des Propheten Natan, in der Weissagung Ahijas aus Schilo und in der Vision des Sehers Jedo über Jerobeam, den Sohn Nebats.

Nun zur Prophezeiung für Juda:

1. Mose 49:8-12

Juda, dich werden deine Brüder lobpreisen! Deine Hand wird auf dem Nacken deiner Feinde sein. Die Söhne deines Vaters werden sich vor dir niederwerfen. Ein Löwenjunge ist Juda. Vom Raub wirst du, mein Sohn, gewißlich emporsteigen. Er hat sich niedergekauert, er hat sich ausgestreckt wie ein Löwe, und wie ein Löwe, wer wagt es, ihn aufzustören? Das Zepter wird nicht von Juda weichen noch der Befehlshaberstab zwischen seinen Füßen hinweg, bis Schilo kommt; und ihm wird der Gehorsam der Völker gehören. An einen Weinstock bindet er seinen ausgewachsenen Esel und an eine Edelrebe das Junge seiner eigenen Eselin; Seine Kleidung wird er bestimmt im Wein waschen und sein Gewand im Blute der Trauben. Dunkelrot sind seine Augen von Wein und weiß seine Zähne von Milch.

Dunkelrot sind seine Augen vom Wein. - Jesus ein Säufer? Nein! Das haben nur einige böswillige Leute behauptet.

Matthäus 11:19 (Lukas 7:34-35)

... es kam der Sohn des Menschen, der aß und trank, dennoch sagen die Leute: "Siehe! Ein Fresser und ein Mann, der dem Weintrinken ergeben ist, ein Freund von Steuereinnehmern und Sündern." Dennoch erweist sich die Weisheit durch ihre Werke als gerecht.

Trinkfest muß man halt sein, wenn man mit Sündern verkehrt.

Matthäus 9:11-12

Als aber die Pharisäer das sahen, begannen sie zu seinen Jüngern zu sagen: "Wie kommt es, daß euer Lehrer mit Steuereinnehmern und Sündern ißt?" Als er sie hörte, sprach er: "Gesunde benötigen keinen Arzt, wohl aber die Leidenden. Geht hin und lernt, was dies bedeutet: ‘Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer.’ Denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder."

Diese Sünder haben ja Jesus auch viel besser verstanden als die engstirnigen Pharisäer.

Matthäus 21:31

Jesus sagte zu ihnen: "Wahrlich, ich sage euch, daß die Steuereinnehmer und die Huren vor euch in das Königreich Gottes eingehen."

Aber kommen wir noch mal auf die Prophezeiung im 1. Mose zurück. Da steht noch etwas von seiner eigenen Eselin". Damit ist nicht Jesus gemeint. Jesus hat sich doch seinen Esel ausgeliehen, als er in Jerusalem einzog.

Matthäus 21:2-3

... und er sprach zu ihnen: "Geht hin in das Dorf, das ihr vor euch seht, und ihr werdet sogleich eine Eselin angebunden finden und ein Füllen bei ihr; bindet sie los und bringt sie zu mir. Und wenn jemand etwas zu euch sagt, sollt ihr sagen: ‘Der Herr benötigt sie.’ Darauf wird er sie sogleich senden."

Das würde ja fast mit der Prophezeiung übereinstimmen, denn da steht: Vom Raub wirst du, mein Sohn, gewißlich emporsteigen. Aber, Jesus ein Dieb? Nein! Weiter unten steht ja noch: "Das Zepter wird nicht von Juda weichen noch der Befehlshaberstab zwischen seinen Füßen hinweg, bis Schilo kommt; und ihm wird der Gehorsam der Völker gehören." Da gab es doch zwischendurch die assyrische Gefangenschaft (2. Könige 17:1-4) und die babylonische Gefangenschaft (2. Könige 25:21-27). Und Schilo ist nicht Jesus und nicht Immanuel (Jesaja 7:14, Matthäus 1:23). Nein - Das war doch nicht ganz der wahre Jakob. Vielleicht ein Fehler in der Überlieferung. Nehmen wir die nächste Prophezeiung.

Aus der Familie Davids, des Sohnes Isais.

Jesaja 9:7, 11:1,10

Psalm 132:11 15:22, 20:30-31, 21:9-15;

22:42

 

Matthäus 1:1, 6-16, 9:27

Markus 10:47-48

Lukas 1:32, 2:4,

3:23-32, 18:38-39

  Psalm 132:11

Jehova hat dem David geschworen, er wird in Wahrheit nicht davon abgehen: "Von der Frucht deines Leibes werde ich auf deinen Thron setzen."

Nein - da könnte einer sagen, daß das auf Salomo zutrifft. Nehmen wir lieber die Stelle in Jesaja.

Jesaja 9:6-7

Denn ein Kind ist uns geboren worden, ein Sohn ist uns gegeben worden; und die fürstliche Herrschaft wird auf seiner Schulter sein. Und sein Name wird genannt werden: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Ewigvater, Fürst des Friedens. Für die Fülle der fürstlichen Herrschaft und den Frieden wird es kein Ende geben auf dem Throne Davids und über sein Königreich, um es fest aufzurichten und es zu stützen durch Recht und Gerechtigkeit von nun an und auf unabsehbare Zeit. Ja der Eifer Jehovas der Heerscharen wird dieses tun.

Fürst des Friedens - das ist mal etwas, was die Leute einem heute noch glauben. Man muß ja nicht gleich an die Kreuzzüge und die Inquisition und den 30-jährigen Krieg denken. Wie sagt doch Jesus in

Matthäus 10:34-35

Denkt nicht, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern ein Schwert. Denn ich bin gekommen, um zu entzweien.

Lukas 22:36
Da sagte er: Jetzt aber soll der, der einen Geldbeutel hat, ihn mitnehmen, und ebenso die Tasche. Wer aber kein Geld hat, soll seinen Mantel verkaufen und sich dafür ein Schwert kaufen.

Nein - das war die falsche Bibelstelle. Nehmen wir die nächste Prophezeiung.

Geboren in Bethlehem

Micha 5:1 Matthäus 2:1,5,6

Lukas 2:4-11

Johannes 7:42

Micha 5:1-3

Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist. Indes läßt er sie plagen bis auf die Zeit, daß die, welche gebären soll, geboren hat. Da wird dann der Rest seiner Brüder wiederkommen zu den Söhnen Israel. Er aber wird auftreten und weiden in der Kraft des HERRN und in der Macht des Namens des HERRN, seines Gottes. Und sie werden sicher wohnen; denn er wird zur selben Zeit herrlich werden, so weit die Welt ist.(Luther 84)

Das passt! Lesen wir lieber nicht weiter, denn da steht noch etwas von den Assyrern und den sieben Hirten, die gegen sie aufgestellt werden müssen.

Micha 5:4

Und er wird der Friede sein. Wenn Assur in unser Land fällt und in unsere festen Häuser einbricht, so werden wir sieben Hirten und acht Fürsten dagegen aufstellen, . . . (Luther 84)

Nehmen wir zur Sicherheit noch die Geschichte von dem Kindermord des Herodes.

Kleine Kinder bei seiner Geburt getötet!

Jeremia 31:15 Matthäus 2:16-18

  Jeremia 31:15-17

"Dies ist, was Jehova gesprochen hat: ‘In Rama wird eine Stimme gehört, Wehklage und bitteres Weinen; Rahel weint über ihre Söhne. Sie hat sich geweigert, sich trösten zu lassen über ihre Söhne, weil sie nicht mehr sind.’" Dies ist, was Jehova gesprochen hat: "’Halte deine Stimme zurück vom Weinen und deine Augen von Tränen, denn es gibt eine Belohnung für deine Tätigkeit,’ ist der Ausspruch Jehovas, ‘und sie werden gewißlich aus dem Lande des Feindes zurückkehren.’

‘Und es gibt eine Hoffnung für deine Zukunft,’ ist der Ausspruch Jehovas, ‘und die Söhne werden gewißlich in ihr eigenes Gebiet zurückkehren.’"

Bethlehem ist zwar nicht Rama und die Knaben, um die es sich hier handelt sind schon etwas älter als zwei Jahre und darunter. Aber das muß man ja nicht gleich jedem auf die Nase binden.

Interessant ist auch wie Paulus aus einem Ereignis des Alten Testaments eine Prophezeiung macht, die auf Christus hinweist.

In 1. Kor. 10,1-11 sagt Paulus

Num 25,9 Im ganzen aber waren vierundzwanzigtausend Menschen an der Plage gestorben.

Paulus behauptet, dass fast alle Seuchentoten (23000) an einem einzigen Tag starben, dies steht jedoch nirgends und ist auch recht unwahrscheinlich, wenn man die hier angegebene Geschichte genauer nachliest.

Ihr sollt wissen, Brüder, daß unsere Väter alle unter der Wolke waren, alle durch das Meer zogen und alle auf Mose getauft wurden in der Wolke und im Meer. Alle aßen auch die gleiche gottgeschenkte Speise, und alle tranken den gleichen gottgeschenkten Trank; denn sie tranken aus dem lebensspendenden Felsen, der mit ihnen zog. Und dieser Fels war Christus. Gott aber hatte an den meisten von ihnen kein Gefallen; denn er ließ sie in der Wüste umkommen. Das aber geschah als warnendes Beispiel für uns: damit wir uns nicht von der Gier nach dem Bösen beherrschen lassen, wie jene sich von der Gier beherrschen ließen. Werdet nicht Götzendiener wie einige von ihnen; denn es steht in der Schrift: Das Volk setzte sich zum Essen und Trinken; dann standen sie auf, um sich zu vergnügen. Laßt uns nicht Unzucht treiben, wie einige von ihnen Unzucht trieben. Damals kamen an einem einzigen Tag dreiundzwanzigtausend Menschen um (Num 25,9). Paulus behauptet, dass die Seuchentoten alle an einem einzigen Tag starben, dies steht jedoch nirgends)  Wir wollen auch nicht den Herrn auf die Probe stellen, wie es einige von ihnen taten, die dann von Schlangen getötet wurden. (Num 21,5). Murrt auch nicht, wie einige von ihnen murrten; sie wurden vom Verderber umgebracht. Das aber geschah an ihnen, damit es uns als Beispiel dient; uns zur Warnung wurde es aufgeschrieben, uns, die das Ende der Zeiten erreicht hat.

Paulus sieht sich hier selbst in der Endzeit. Für ihn steht die Wiederkunft Christi unmittelbar bevor. Deshalb zitiert der christliche Fundmentalist Prof. Werner Gitt den letzen Satz dieser Bibelstelle auch nicht ganz. In seinem Buch "So steht's geschrieben" (Seite 121). steht dazu:

5. Doppelte Deutung: Hinter der zunächst wörtlichen Bedeutung einer prophetischen Aussage liegt häufig auch ein geistlicher Sinn. Die zahlreichen Ereignisse in der Geschichte Israels sind ein Beispiel dafür: "Das alles, was jenen widerfuhr, ist ein Vorbild und wurde zur Warnung geschrieben für uns (1. Kor. 10,11). Der symbolische Aspekt tritt in der Regel erst im Neuen Testament deutlich zutage Beispiel: Der von Mose am Berg Horeb geschlagene Fels, um das Volk zu tränken (2. Mose 17,1-6), stellt symbolisch Christus dar, der auf dem Berg Golgatha für unser Heil geschlagen wurde (1. Kor 10,4).

Der Zusammenhang, der hier von Paulus hergestellt wird, ist an den Haaren herbeigezogen. Aber jemand, der die Worte von Paulus schon als wahr erkannt hat, bevor er sie gelesen hat, ficht das nicht an.

Lassen wir die Prophezeiungen. Die Propheten sind ja schwierig zu verstehen, und manchmal ist ihnen wohl selbst die Spucke weggeblieben.

Jeremia 10:19

"Wehe mir wegen meines Zusammenbruchs! Mein Schlag ist chronisch geworden. Und ich selbst habe gesagt: ‘Sicherlich ist dies meine Krankheit, und ich werde sie tragen . . .’"

Aber nicht, daß sie nun meinen, hier haben nur Geisteskranke gesprochen. Das gab es zwar damals auch, aber meistens handelte es sich bei den Prophezeiungen um Träume und ihre Deutung.

Jeremia 23:25

"Ich habe gehört, was die Propheten, die in meinem eigenen Namen Falsches prophezeien, gesagt haben, indem sie sprechen: ‘Ich habe einen Traum gehabt! Ich habe einen Traum gehabt!’"

Phantasie mußte man eben haben, dann konnte man davon leben!

Aber Jesus hat doch durch seine Wunder viele Menschen auf den rechten Weg des Glaubens gebracht. Womit wir beim nächsten Thema wären.


Inhalt

Index

weiter